Die Mieten für Altbauten und Doppelhaushälften haben in München Rekordhöhen erreicht - und sie steigen weiter.
Die Mieten in München für Altbauwohnungen und Doppelhaushälften sind so hoch wie nie. Das ist das Ergebnis des aktuellen Marktberichts des Immobilienverbandes Deutschland Süd (IVD). Mieter eines Altbaus müssen derzeit durchschnittlich zwölf Euro pro Quadratmeter bezahlen - und damit mehr als beim bisherigen Preishöhepunkt im Frühjahr 2002.
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Das Olympia-Dorf in München. (© Foto: ddp)
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"Ursache der Mieterhöhung ist eine zu geringe Bautätigkeit in Zeiten des Wirtschaftsaufschwungs", sagt der Leiter des IVD-Marktforschungsinstitutes, Stephan Kippes. Jedes Halbjahr legt er den Marktbericht der IVD zur Mietsituation in Bayern vor. Die Mieten werden, laut Kippes, wegen des mangelnden Wohnraumangebots auch weiterhin steigen, aber wohl nicht mehr so stark wie in den vergangenen sechs Monaten.
Von Herbst 2006 bis heute stieg bei Neuvermietungen die Netto-Kaltmiete für Altbauwohnungen um 6,2 Prozent und erreichte so ihre bisherige Rekordhöhe. Die größte prozentuale Mieterhöhung gab es bei neu gebauten Doppelhaushälften: Hier kletterten die Mieten um 8,2 Prozent ebenfalls auf Rekordniveau von 2100 Euro monatlich für das Objekt. Die Mieten von Neubauwohnungen stiegen um 5,9 Prozent auf 12,50 Euro pro Quadratmeter. Ihr Rekord lag im Jahr 2002 bei 13,50 Euro. Insgesamt sanken die Mietpreise im vergangenen Halbjahr bei keinem Wohnobjekt-Typ in München - ebenso wenig in ganz Bayern.
Im Vergleich zu den Entwicklungen in anderen bayerischen Großstädten bleibt München auch weiterhin Spitzenreiter im Freistaat, was die Mietkosten angeht. Während im übrigen Bundesland das Mietniveau im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent auf durchschnittlich 7,60Euro pro Quadratmeter anstieg, verzeichnete München ein Plus von 3,8 Prozent auf durchschnittlich elf Euro pro Quadratmeter.
Nach dem bisherigen Rekordjahr 2002 sanken die Mieten eine Zeitlang, um seit Herbst 2005 wieder stetig anzusteigen. "In München gibt es ein viel stärkeres Auf und Ab als im Umland. Die deutlichsten Abstiege werden von den Aufstiegen wieder wettgemacht", sagt Kippes.
Trotz Wohnungsmangel und hoher Mietpreise seien die Mieter in München aber durchaus anspruchsvoll, so Eva Miller von "Miller Immobilien": "Eine schlecht renovierte Wohnung ist nicht loszukriegen, da kann sie noch so billig sein. Die Ansprüche etwa nach Wärmedämmung und Elektronik waren vor zehn Jahren bei weitem nicht so hoch", sagt sie.
Die Nachfrage gehe eher zu größeren Wohnungen. Ein-Zimmer-Apartments ohne abgetrennte Küche ließen sich laut Miller kaum noch vermieten. Angesichts der enormen Zahl an Single-Haushalten in München von 53,3 Prozent sollte man annehmen, dass gerade die kleinen Wohnungen gefragt sind, der Trend sei aber gegenläufig. "Die Alleinwohnenden beanspruchen für sich selbst mehr Platz. Vor kurzem erst habe ich eine Vier-Zimmer-Wohnung an einen alleinstehenden Mann vermietet", so Miller.
Während die Mietpreise in München ihre Rekordhöhen erreicht haben, ist die Zahl der Baugenehmigungen um 35,2 Prozent auf ihren Tiefstwert gesunken. Dies hänge vor allem mit den steuerlichen Rahmenbedingungen zusammen, sagt Stephan Kippes: "Wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, sind Engpässe bei der Wohnraumversorgung angesichts der ständig wachsenden Zahl der Privathaushalte programmiert."
(SZ vom 19.12.2007)
Studie von UN-Kinderhilfswerk
Die neueste Antwort
bin ich hier weg, aus der Abzockerstadt.
Man soll sich nicht mit Städten messen, die höhere Mieten haben, wie Paris. Dort fahre ich auch nicht hin, weil ich mein Geld nicht geschenkt bekomme.
Schuld sind die vielen Firmen, die nur wegen den Namen herkommen und Leute mitbringen, denen Geld keine Rolle spielt.
Zum zweiten die abzockenden Spekulanten. Ich würde spekulative leerstehenden Wohnraum und Büroraum so hoch versteuern, dass es sich nicht lohnt Objekte nicht zu einen geringeren Wert zu vermieten.
Dafür werden die Börsenspekulanten aus Deutschland mit hohen Steuern abgestraft, wenn sie Aktien kaufen.
Dann machen es eben die Ausländer.
Aber in Dtl. ist man es ja gewohnt immer mehr abgezockt zu werden.
Das Jammern um die hohen Mieten ist menschlich verstaendlich.Es scheint aber wohl den meisten Muenchnern nicht bekannt zu sein,dass dass ihre Mieten grossenteils immer noch deutlich niedriger sind als in anderen europaeischen (und z.T. auch ausser-europaeischen) Metropolen.
Metropolen bieten ihren Bewohnern allgemein ein hoeheres Lebensniveau (Kultur- und Freizeitangebote, Erziehung,Shopping und Arbeitsangebote) als andere Wohnorte.Das hat eben seinen Preis.Im internationalen Vergleich kann man als Mietkosten in Metropolen von 40 bis 50 % des Nettoverdienstes ausgehen.Bei der Gesamtbetrachtung muss man faiererweise auch die allgemein hoeheren Einkommen der Metropolen-Bewohner den hoeheren Mieten dort gegenueberstellen.
Die massive Knebelung des freien Wohnungsmarktes und der Mieten durch Behoerden und Justiz, fuehren zu einer Abschreckung von Unternehmern neuen Mietraum zu erstellen.Eine weitere Verknappung von Wohnraum und steigende Mieten ergeben sich daraus zwangslaeufig.
Das Los der Münchner Mieter ist jeden Monat pünktlich zum Ersten zu bejammern. Man findet es schlicht unverschämt, gemessen an den Vorzügen und im Vergleich zu anderen Städten ist man geneigt, sofort einen Umzug ( hol der Teufel diese Bussi-Bussi Stadt) zu organisieren, irgendwohin (ich habe mich in Dortmund auch wohlgefühlt, alles ehrlicher und bodenständiger, verdammt) zu ziehen, wo es günstiger ist- nur um am Ende gerne hierzubleiben.
Glauben Sie nicht? Mache ich seit 13 Jahren so.
Anmerkung für SZ:
Dieser Kommentardienst erfolgt stellvertretend für zahlreiche geschätzte Kommentatoren, die sich über www.szenso.de auf einen Kommentarverzicht aus Protest über die neuen SZ-öffnungszeiten verständigt haben.
Ich respektiere den Schritt und bedauere seither den Verlust der Meinungsvielfalt und Qualität in den Foren
"Wo bitte ist hier der Bürgermeister Herr Ude"
Ude ist verantwortlich für diese Abzockermieten
Die Münchener Bürger (Wähler) haben es so verdient.
Wo bitte ist hier der Bürgermeister Herr Ude? Achja, der hat ja zur Zeit keine Zeit für die Probleme der Bürger denn er muss seine Prestigeobjekte wie die Moschee und die Anti-Transrapid-Kampagne durchdrücken!