Mindestens drei Hunde hat ein Münchner Tierhasser bereits auf dem Gewissen. Rattengift lässt die Tiere qualvoll sterben. Auch Rico musste daran glauben.
"Rico!" Wie immer, wenn der fünfjährige Niklas nach Hause kam, rief er sofort nach seinem schwarzen Labrador, den er vor gut einem Jahr zu Weihnachten geschenkt bekommen hatte. "Er hat es wohl noch nicht so recht verstanden, dass Rico tot ist", sagt der Vater von Niklas, Simon Ebert.
Beim Gassi gehen im Park ist Vorsicht geboten: Ein Hundehasse hat Köder mit Rattengift ausgelegt. (© Foto: Alessandra Schnellnegger)
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Der eineinhalb Jahre alte Labrador hatte am Donnerstag im Park am Grünanger in Unterbiberg vermutlich einen mit Rattengift präparierten Köder verschluckt. Zwei weitere Hunde sollen ebenfalls mit Vergiftungssymptomen behandelt worden sein, möglich, dass noch ein vierter Hund an den Folgen des Rattengiftes starb. Die Polizei warnt vor allem auch Eltern von kleinen Kindern, in diesem Bereich vorsichtig zu sein.
Polizei stellt zahlreiche Giftköder sicher
Die Polizei durchkämmte noch am Freitag mit mehreren Beamten den Park und stellte etliche Giftköder im Bereich zwischen Sonnenweg, Zwergerstraße, Siedlerweg und Römerfeld sicher. Es handelt sich um Knochen und Hundeleckerlis, die ein Tierhasser vermutlich mit Rattengift präpariert hat.
Die Beweismittel wurden zur Untersuchung ins Landeskriminalamt weitergeleitet, die Polizei hat die Ermittlungen nach dem Täter aufgenommen. Denn die Hundeköder können nicht nur Vierbeiner in Lebensgefahr bringen: "Nicht auszudenken, wenn ein Kleinkind beim Spielen so ein bonbonähnliches Stück findet und in den Mund steckt", sagt Polizeisprecher Gottfried Schlicht.
Für Labrador Rico jedenfalls waren die Folgen verheerend: Donnerstagfrüh ging der 32-jährige Simon Ebert morgens um 6.50 Uhr mit dem Tier Gassi, dann brachte er den Hund zurück in die Wohnung. Kurz darauf verließ die Familie das Haus.
Rico konnte nicht mehr geholfen werden
Als Ebert nachmittags nach Hause kam, lag Rico in einer Lache aus Kot und Urin, war völlig phlegmatisch. Beim Tierarzt dann quoll Blut aus allen Körperöffnungen, der Mediziner entschloss sich zu einer Notoperation. Noch in der Nacht nahm der Tierarzt seinem eigenen Hund Blut ab, um es Rico zu übertragen. Alles vergeblich.
Nach Angaben von Ebert sind noch ein Beagle und ein Berner-Sennen-Mischling, die auch in dem Park spazieren geführt wurden, mit Vergiftungserscheinungen zum Tierarzt gebracht worden. Möglich sei auch, dass ein Schäferhund aus der Nachbarschaft, der wenige Tage zuvor verendete, auf das Konto des Hundeshassers gehe.
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(SZ vom 22.03.2010/rs)
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Die neueste Antwort
Na Sie fühlen sich wohl ertappt?
Natürlich sind die sehr zahlreichen "schwarzen Schafe" unter den Hundehaltern, die sich einen Dreck um ebendiesen, den ihre Viecher überall hinterlassen, scheren, die ein schiefes Verhältnis zur Wilderei haben und ihren Hund unangeleint im Wald laufen und im Stadpark Kaninchen und Enten jagen lassen, und ihre Viecher schlecht erzogen haben, so dass die nicht bei Fuß bleiben und andere Menschen aggressiv angehen, maßgeblich Schuld daran, dass sich einige Menschen (mit einem ebenfalls gestörten Rechtsbewußtsein) daran stören und dann gemeingefährliche Gegenmaßnahmen ergreifen.
Es kommt ja niemand als Hundehasser auf die Welt, sondern negative Erlebnisse mit Hunden machen diese Leute zu Hundehassern.
wer glaubt einen Hund als Geschenk zu gebrauchen, wer die Kacke nicht wegmacht, wer mit Hundehaltung ökologisch unverantwortliche Belastungen erzeugt, wer keine artgerechte Haltung bieten kann (freilaufende Rudel ab min. 6 Tieren) der sollte mal darüber nachdenken, ob das mit dem Hund wirklich sein muss.
Im Übrigen ist Rattengift völlig legal für Ratten gedacht, nicht für Hunde, das legt die Stadt auch in den Isaranlagen aus, wer hat denn den Hund das fressen lassen?
Das kriminelle Handeln von Hundehassern mit rücksichtslosen Hundehaltern zu begründen, ist geradezu lächerlich. Wenn Sie in allen Lebensbereichen nach solchen Maßstäben leben, na dann wird sicher bald alles gut! Glückwunsch zu Ihrem derart unqualifizierten Kommentar!
Gäbe es keine rücksichtslosen Hundehalter, gäbe es wohl auch keine militanten Hundehasser...
Das Ganze ist in Unterbiberg(!!!) und nicht in München passiert.
Die BIL... ähhh SZ veröffentlicht daraufhin hier ein Archivfoto vom englischen Garten, noch dazu mit dem Kommentar "Beim Gassi gehen im Park ist Vorsicht geboten".
Unseriöser geht es nun wirklich nicht mehr, das ist Niveau unterster Schublade. Ich hoffe und bin überzeugt, dass dieser Artikel nicht so in die Printausgabe gelangt, das wäre beschämend.
Und ob der Besuch beim Tierarzt derart dramatisch gelaufen ist, das bleibt angesichts dieser verbogenen Tatsachen auch sehr zweifelhaft.
Der betroffene Park scheint übrigens das reinste Hundeklo zu sein, von Kindern nicht mehr zu betreten.
Ich persönlich finde es traurig, dass Menschen sich so extremistisch verhalten und damit meine ich sowohl die vielen hirnlosen Hundebesitzer (der im Artikel erwähnte scheint da wohl keine Ausnahme zu sein), als auch die Spinner die mit solchen Giftanschlägen genau die Falschen treffen, nämlich die an der ganzen Sache völlig unschuldigen Opfer.
Also nächstes Mal untereinander klären und die Tiere in Ruhe lassen!