Wer schon immer einmal in den Vereinigten Arabischen Emiraten Urlaub machen wollte, ist hier richtig: Der Wolkenkratzer in der Arabellastraße ist ein bisschen Dubai, ein bisschen München und ein bisschen die ganze Welt.
Auf nach Dubai! Eine Reise in den Nahen Osten für eine Nacht. Und das heißt: Tasche packen, denn Dubai liegt immerhin am anderen Ende der Stadt. Ziel der Reise: Das Arabella Sheraton Grand Hotel in Bogenhausen.
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In diesem Luxushotel steigen gerne Reisende aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ab. Und so kommt es, dass in der großen, hochglanzpolierten Hotelhalle meist Stewardessen der Air Emirates wandeln.
Hoch oben, in der 21. Etage, gibt es eine Towerlounge für die Luxusetagen. Von hier aus kann über die ganze Stadt blicken, es gibt Selbstbedienungs-Cracker. Zwei Paare sitzen hier, beide nach Deutschland gekommen, um sich operieren zu lassen. Sie haben sich zufällig im Hotel kennengelernt.
Über ihre Hirn- und Augen-OP reden sie wie über Sehenswürdigkeiten. Wo die anderen beiden herkommen? Auch aus Dubai, aha. Und auch Großhaderner Krankenhaus? Nein, eine Privatklinik. Morgen geht's zurück. Das Augen-OP-Paar bleibt noch ein paar Tage wegen einer Nachbehandlung. Sagt's und holt sich noch ein paar frittierte Shrimps von der Bar.
Überhaupt: Essen kann man hier überall. Im 21. Stock gibt es Fingerfood für die Luxus-Suitler unter den Sheratonisten. Im Atrium im Erdgeschoss wird sonntags an einem riesigen Büffet mit Austern gebruncht (Kosten: 37 Euro), ansonsten gibt es internationale Küche. Dort ist es hell und gemütlich.
Im Keller, gegenüber des Wellness-Bereichs, ist ein bayerisches Lokal mit Biergarten. Seit 13 Jahren serviert dort Mohammed Khalfi in Lederhosen. Er schwärmt von Franz Beckenbauer und Focus-Chef Helmut Markwort. Beides Stammgäste, wie er meint. Denn in diesem Lokal sind mittags fast nur Münchner zu Gast.
Für die gibt's Schweinebraten - und für die muslimischen Gäste? "Schweine-braten ohne Schwein", sagt Khalfi und lacht. Und weil im Sommer die Hälfte der Gäste Araber sind, hätten sie sogar eine eigene arabische Karte - nur mit alkoholfreien Getränken.
Der Gast, so Kahlfi, bekomme alles:"Wir haben auch schon Regensburger Wurstsalat ohne Wurst serviert - und Spaghetti Bolognese ohne Fleisch mit Reis."
Nach dem Essen geht's an die Bar, dort sitzen Männer mit dicken Zigarren, weißen Hemden und Surfanhängern am Silberkettchen. Im Eck spielt jemand Synthesizer, die Discokugel glitzert über einer leeren Tanzfläche. Es gibt Popcorn zum Knabbern.
Ein riesiges Hotel mit einer unglaublichen Aussicht. Und klar, da heißt es: Je höher das Zimmer liegt, desto weiter kann man blicken. Auf die Frauenkirche und, je nach Föhn, viel weiter. Unten rauschen die Autos vorbei.
Dieses Hotel ist groß und anonym. Gemütlich und intim ist es nicht. Und das ist gut so: Klein und schnuckelig würde man in Dubai ja auch nicht erwarten.
Link zum: Arabella Sheraton Grand Hotel
(sueddeutsche.de)
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