Von Eva Thöne

Networking für Schwule und Lesben. Anders Wikberg veranstaltet in der alten Kongresshalle "Milk 2010" - die erste Karrieremesse für Schwule und Lesben.

Der Name ist kein Zufall: "Wir haben unsere Karrieremesse für Homosexuelle bewusst nach Harvey Milk benannt", erzählt Anders Wikberg. "Schließlich ist der amerikanische Politiker berühmt geworden, weil er als einer der ersten Karriere gemacht, ohne seine Homosexualität zu verschweigen." Am Samstag, 6. März, findet nun in der Alten Kongresshalle auf der Theresienhöhe die "Milk 2010" statt.

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Die Veranstalter von "Milk 2010": Stuart Cameron (links) und Andreas Wikberg. (© Foto: Simon Phillips)

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"Wir veranstalten die erste Karrieremesse für Schwule und Lesben in Europa überhaupt", erzählt Wikberg, der die Veranstaltung zusammen mit seinem Geschäftspartner Stuart Cameron organisiert. Die Idee kam Wikberg und Cameron, die eine Eventagentur in München leiten, im August 2008. "Wir waren auf einer Veranstaltung zum Thema Networking, da fiel uns auf, dass es ein solches Angebot speziell für Schwule und Lesben noch gar nicht gibt", erzählt Wikberg.

Wie genau aber unterscheidet sich eine Karrieremesse für Homosexuelle von einer, die sich vor allem an Heteros richtet? "Wir bieten Veranstaltungen an, die sich mit Homosexualität im Berufsalltag beschäftigen", erzählt Wikberg. So wird bei der Messe beispielsweise eine Podiumsdiskussion zum Thema "Outing am Arbeitsplatz" und ein Gruppengespräch mit dem Titel "Können nur selbständige Lesben erfolgreich sein?" angeboten.

Für Wikberg ist die "Milk" auch ein persönliches Anliegen: "Nach meinem BWL- Studium habe ich als Produktmanager für Intel in München gearbeitet", erzählt der gebürtige Schwede. "Ich hatte damals viel Angst, mich vor meinen Kollegen zu outen."

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