Zum ersten Mal als DJ in München: Leeroy Thornhill, einer der Köpfe der Band The Prodigy. Am Donnerstag legt er zusammen mit DJ Marten Hörger in der Milchbar auf (Friedenstraße 10, 22 Uhr). Hier erklärt er, wie Jungs die Angst vor dem Tanzen besiegen.
"Ich selbst sehe mich gar nicht als Tänzer. Wenn ich für The Prodigy auf der Bühne stand, folgte ich keiner vorgefertigten Choreografie - ich habe mich einfach total von der Energie der Musik mitreißen lassen. Das ist eh immer das Beste.
(© Foto: oh)
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Neulich hat mir jemand gesagt, es sah oft aus, als ob ich flöge oder zumindest über dem Boden schwebte. Wenn ich auflege, ist es das Allergrößte für mich, die Leute tanzen zu sehen. Dann weiß ich, dass ich meinen Job als DJ richtig mache. Was ich sehe: Es tanzen immer mehr Frauen als Männer. Jungs glauben, sie können nicht tanzen; sie befürchten, doof auszusehen.
Mein Rat: Fangt mit Reggae an zu üben; es ist am leichtesten, sich dazu zu bewegen. Der Rhythmus ist klar, nicht zu schnell, und die Songs machen gute Laune. Jungs, ihr habt einen großen Bonus: Wenigstens erwartet niemand von euch, dass ihr tanzt. Ihr könnt Euch ganz ohne Druck bewegen. Bei mir ist es anders. Oft kommt jemand und sagt 'Hey, Typ von The Prodigy, tanz doch mal.'
Deshalb gehe ich nicht mehr so oft in Clubs. Ich finde, es ist total egal wie die Leute tanzen, solange sie tanzen. Es sieht immer noch viel, viel schlimmer aus, blöd gelangweilt in einer Ecke zu stehen.
Ich lege alles auf, worauf man tanzen kann. Es muss gute Partymusik sein und groovy. Ich spiele immer auch Prodigy-Songs, obwohl es uns ja so nicht mehr gibt. Jeder scheint die Songs zu mögen. Und das Wichtigste: Alle stürmen dabei den Tanzboden. Mädchen wie Jungs."
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