Von Christian Rost

Die Zelt-Klinik in der chinesischen Provinz Sichuan soll Zehntausende Katastrophenopfer versorgen.

50.000 Tote und mehr als 220.000 Verletzte in Krankenhäusern melden die chinesischen Behörden aus der Provinz Sichuan nach dem verheerenden Erdbeben. An diesem Donnerstag fliegt nun auch eine elfköpfige Hilfsmannschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in das Katastrophengebiet, um ein mobiles Krankenhaus zu errichten.

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Soldaten und Helfer in der Provinz Wechuan. (© Foto: AFP)

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Mit dabei sind auch Johann Keppeler und Michael Breunig, zwei von fünf nach China abgeordneten Helfern des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Als die beiden am Dienstag in München über ihre bevorstehende Mission berichten, taucht sofort die Frage auf: Warum dauert das alles so lange? "Wir fallen nicht einfach in ein Land ein", stellt Keppeler klar, "ohne zu wissen, ob wir gebraucht werden, wo wir gebraucht werden und welche Hilfe überhaupt benötigt wird."

Andere Organisationen seien tatsächlich Hals über Kopf losgeflogen und steckten nun orientierungslos auf irgendeinem Flughafen fest. "Das hilft den Leuten dort auch nicht weiter", sagt Keppeler, der seit 30 Jahren ehrenamtlich beim BRK tätig ist.

Nicht besserwisserisch auftreten, sondern Hilfe zur Selbsthilfe leisten - so sehen der 55-jährige Keppeler und der 26-jährige Breunig ihre Rolle in den nächsten vier bis sechs Wochen. So lange werden sie mit ihren Kollegen - anderen Technikern und Ärzten - im Erdbebengebiet bleiben. Zunächst wird das Krankenhaus aufgebaut und in Betrieb genommen.

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