Die Politik diskutiert, wie viel Hartz-IV-Leistungen Kinder brauchen - eine Münchner Familie hat eine Woche lang ihre Ausgaben protokolliert.
"Gegen Ende des Monats geht das Geld aus", sagt Martin N., der mit seiner sechsköpfigen Familie von Hartz IV lebt. Mit dem Existenzminimum auszukommen, das nun nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts neu berechnet werden muss, darauf waren die Eltern von Maximilian, 3, Svenja, 6, Petra, 10, und Julia, 12, nicht vorbereitet. "Ich bin immer am Hoffen, dass ich nächsten Monat wieder arbeiten kann", sagt der frühere Zeitsoldat und Netzwerkingenieur.
Aus Angst vor Ausgrenzung will sich Familie N. nicht fotografieren lassen. Sie muss vom Existenzminimum leben. (© Foto: dpa)
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Aus besseren Zeiten ist nichts geblieben. Eigentlich wollte der 32-Jährige nicht um staatliche Unterstützung bitten, doch mit Aushilfsjobs kam er nicht über die Runden. Erst als schon der Zwangsräumungstermin für die Wohnung feststand, weil er die Miete nicht mehr bezahlen konnte, ging er ins Sozialbürgerhaus. Die Arbeitsgemeinschaft für Beschäftigung (Arge) übernahm die Mietschulden auf Darlehensbasis und rettete damit die Familie vor dem Wohnungsverlust.
Nun bekommt sie monatlich 1481,82 Euro von der Arge und 773 Euro Kindergeld. Davon gehen 830 Euro für Miete und Heizung und 100 Euro für die Rückzahlung des Arge-Darlehens weg, etwa 200 Euro Kosten fallen für Strom, Telefon und Handy an. Mit 125 Euro bezahlt die Familie einen Kredit von früher ab. Der sechsköpfigen Familie (Namen geändert) verbleiben somit 1000 Euro monatlich zum Leben.
Montag: Auf Fleisch wollen Martin und Susi N. nicht verzichten, deshalb achten sie bei ihren Einkäufen auf Sonderangebote. Wenn es gerade günstig ist, kaufen sie gleich größere Mengen zum Einfrieren. Beim Tengelmann in ihrer Nähe entdecken sie Schweinefilet, das wegen des nahenden Ablaufs der Mindesthaltbarkeit günstig angeboten wird: Das Kilo zu 7,70 Euro. Zwei Packungen, ein gutes Kilo Fleisch kommen in den Einkaufswagen - Martin N. freut sich auf ein Filet mit Pilzen in Rahmsoße, für ihn ein seltenes Festessen. Er kauft dazu noch Schlagsahne, Champignons, Maggifix und Karreespeck. Für alles zusammen bezahlt er knapp 20 Euro.
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Frauen in Saudi-Arabien
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bin 41 Jahre alt,Architekt, angestellt in München, verheiratet und Vater zweier Kinder.
Verdiene Netto 2470/Monat (haben halt keine Gewerkschaften)
Meine Frau ist Künstlerin, verdient nichts, ist ok, selbst so gewollt.
Miete 1050/Monat, kein Handy (brauche keines privat, kein Auto (fahre Rad / MVG /ansonsten Stadtauto), rauchen habe ich mir vor kurzem nach 16 Jahren abgewöhnt, geht wenn man will. Schulden gibts keine, alles bar bezahlt, Ratenzahlungen gibts auch nicht.
Arbeite täglich im Jahresschnitt auf 5Tage/Woche bezogen 12,5h ohne Überstundenausgleich.
Urlaub? 2 Wochen, sonst keine Zeit, muss arbeiten.
So: weiterhin arbeiten oder noch zwei Kinder in die Welt setzen?
Die Sprüche von Westerwelle/Sarrazin sind populistisch, hetzerisch und zeigen das soziale und geschichtliche Bildungsniveau der beiden Herren.
Trotzdem: noch zwei Kinder und zu Hause bleiben?
Die Differenz zu HartzIV wäre in den Griff zu kriegen.
Also ich mag Kinder. Doch, wäre eine Option.
Ungeliebte FDP, geliebte Hartz IV Empfänger,
nicht die Hartz IV Bezüge sind zu hoch, die Einkommen der arbeitenden Bevölkerung einer sich auflösenden Mittelschicht sind zu niedrig.
Welcher Kredit von früher wird denn zurückbezahlt? 0 % Finanzierung für einen 46-Zoll-Fernseher vom örtlichen Geiz-ist-Geil-Laden oder wie? Diese Aussage ist natürlich wieder sehr vorurteilsbelastet aber der Artikel trägt nicht gerade zur Ausräumung dieser Vorurteile bei. Bzgl. Rauchen, Job und Kanickel wurde ja schon alles gesagt. Wissen diese Leute, dass es für Telefon und Internet Flatrates für 19,95 im Monat gibt? Hat jedes Kind ein Handy oder verballern die Eltern alles? Strom: gut zu 6 wäscht und trocknet man oft aber oben genannter Fernseher braucht eben auch viel hm?
Schweinefilet? Da kommt mir die Galle hoch. 3 Flaschen Bier? Olé olé. Gute Nacht Deutschland.
Wenn man auf´s Rauchen nicht verzichten kann braucht man nicht jammern wenn das Geld am Monatsende knapp wird.
@greyhound13: sehe ich auch so... als Netzwerkingenieur mit 32 Jahren findet man bestimmt einen Job. Evtl. kann er doch auch wieder zur Bundeswehr zurück; oder ist da was passiert...
Zigaretten: ich habe selber 23 Jahre geraucht und weiß sehr wohl wie schwer das ist mit dem Aufhören aber es ist machbar und bei vier Kleinkindern auch sinnvoll.
Tiefkühlpizza: Wer den ganzen Tag zuhause ist, kann sich seine Pizza auch selber machen. Ist gesünder und günstiger.
Mitleid kann ich kaum aufbringen, denn Hartz-IV soll die Grundbedürfnisse decken und das tut es. Zu den Grundbedürfnissen gehören keine 7 Hasen sowie Kinobesuche etc. Da hat die Familie N. etwas falsch verstanden
alle Vorurteile über Hartz IV-Bezieher bestätigt: Die Eltern verqualmen 100,- (!!!) im Monat, es werden Fertigpizzen etc. gekauft und 7 (!!!) Kaninchen müssen ernährt werden - gleichzeitig wird aber herumgejammert und nach mehr Geld gerufen. Dieses Geld würde dann sicher direkt in mehr Zigarettenkosum, Handys, Fertiggerichte etc. umgesetzt. Können die Eltern noch nicht einmal ihren Kindern zuliebe aufs Rauchen verzichten??
Hier von Armut zu sprechen, ist schon allerhand! Allein für die monatlich verrauchten 100,- könnte man den Kindern schon einiges bieten, wobei Sportvereine etc. auch Sozialtarife anbieten.
Wenn ich mir vorstelle, dass ich von meinen Steuergeldern solche Leute unterstützen muss, platzt mir der Kragen. Ich muss auch auf mein Geld achten, kaufe sogar bei ALDI, um über die Runden zu kommen, Obst & Gemüse gibt es billig und gut beim "Türken". Dafür muss man aber ma seinen Hintern bewegen und nicht nur vor der Glotze hängen.
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