Verunsicherung durch Unkenntnis
Trinkwasserspeicher (Hochbehälter) der Wasserversorgung Zornedinger Gruppe. (© Foto: Wasserwirtschaftsamt München)
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Eine weitere Ursache für den zögerlichen Verbrauch von Leitungswasser als Getränk sind mangelnde Information und Verunsicherung. Viele Menschen glauben, ihr Trinkwasser hat diverse Abwasser-Kanäle durchlaufen und wurde einfach nur desinfiziert.
Eine Wiederaufbereitung erfährt jedoch nur Abwasser, bevor es in den Kläranlagen gereinigt und in die Gewässer geleitet wird. Anschließend tritt es in den Kreislauf der Natur.
Leitungswasser hingegen wird niemals aus Abwasser gewonnen. Unser so genanntes "Rohwasser" stammt zu 64 Prozent aus natürlichen Quellen wie Grundwasser, zu 27 Prozent aus Oberflächenwasser wie Flüssen und Seen und zu neun Prozent aus Quellwasser.
Bevor es ins Versorgungsnetz einfließt, wird es durch verschiedene Verfahren zu Trinkwasser aufbereitet: Partikel, organische Verschmutzungen und Schadstoffe werden entfernt, Pestizide und Chlorkohlenwasserstoffe herausgefiltert. Nur in Notfällen wird das Wasser mithilfe von Chlor desinfiziert.
München zum Beispiel bezieht sein Trinkwasser aus dem Mangfall- und dem Loisachtal in den Voralpen. Das Wasser ist bekannt für seine ausgezeichnete Qualität und kann ohne weitere Aufbereitung direkt in die Haushalte geleitet werden.
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