Unbekannter Täter schlägt auf den Kopf der Angestellten ein - das Opfer arbeitete erst seit zwei Tagen in Haar
Eine 20-jährige Angestellte eines Supermarktes in Haar ist am Freitag ermordet worden. Ein Mitarbeiter fand die stellvertretende Marktleiterin blutüberströmt im Heizungskeller der Minimal-Filiale an der Keferloher Straße. Die Polizei spricht von einem besonders brutalen Vorgehen des Täters. Er muss mehrmals mit einem hartkantigen Gegenstand auf den Kopf der Frau eingeschlagen und ihr den Schädel zertrümmert haben. Noch haben die Ermittler keine Hinweise auf Täter oder Motiv.
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Die Umstände der Tat sind tragisch. Der Freitag war erst der zweite Arbeitstag der jungen Frau in Haar. Die 20-Jährige stammt aus dem Ort Tutin in Jugoslawien und lebte seit 1998 in Landshut. Dort arbeitete sie in einem HL-Markt und fiel wegen ihrer guten Leistungen auf. Deshalb wurde sie zur Assistentin der Geschäftsführung und damit zur Vize-Chefin des Marktes in Haar befördert, der ebenfalls zur Rewe-Gruppe gehört. Sie mietete noch ein Apartment in Vaterstetten, kam aber nicht mehr dazu, es einzurichten.
Am Freitag war der Chef des Marktes selbst nicht anwesend, so dass die Jugoslawin die Leitung innehatte. Gegen 17 Uhr rief ein Kassierer des Minimal-Marktes nach seiner neuen Vorgesetzten. Sie sollte Wechselgeld zur Kasse bringen. Schon zuvor hatte der Angestellte seine Chefin längere Zeit nicht mehr gesehen. Sie hatte sich auch nicht abgemeldet, teilte die Polizei mit. Weil sich die 20-Jährige trotz mehrerer Lautsprecherdurchsagen nicht meldete, begannen der Kassierer und mehrere Kollegen mit der Suche nach ihr.
Erst gegen 18 Uhr machte einer der Angestellten die grausige Entdeckung: Die Frau lag blutüberströmt im Heizungskeller. Der Täter hatte zwei mit Waren gefüllte Rollcontainer vor die Tür gestellt, so dass die Mitarbeiter den Raum beim ersten Durchsuchen nicht betreten hatten. Sie waren davon ausgegangen, dass sich niemand in dem Raum befinden konnte. Als die Frau gefunden wurde, lebte sie noch. Der Notarzt versuchte sie zu reanimieren, doch sie starb noch am Tatort. Womöglich ist der Täter über den unverschlossenen Lieferanteneingang ins Treppenhaus des Gebäudes und von dort in den Keller gelangt.
Bisher tappt die Mordkommission noch völlig im Dunkeln. Derzeit wird das private Umfeld des Opfers durchleuchtet. Sicher scheint nur, dass es weder ein Sexualdelikt noch ein Raubmord war, es fehlt kein Geld. Auch die Tatwaffe, ein Hammer oder ein anderer scharfkantiger Gegenstand, ist verschwunden. Keiner der Supermarkt-Mitarbeiter oder Kunden hat etwas Verdächtiges bemerkt. Die Hoffnungen der Polizei ruhen nun auf Passanten oder Anwohnern der Keferloher Straße. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Täter mit blutverschmierter Kleidung den Keller verlassen hat und er jemandem aufgefallen sein müsste. Die Mordkommission erbittet Hinweise unter Telefon 089/29 10-0.
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