Die Stadt wird zum Backofen: Gestern registrierten die Meteorologen mit 35,4 Grad den heißesten Augusttag in der Landeshauptstadt seit 1943. Damit wurde es noch wärmer als erwartet.

Die Hitze führte erneut zu hohen Ozonkonzentrationen in der Luft. Nach Angaben des bayerischen Umweltministeriums wurden am Dienstagnachmittag an sechs Messstellen in Bayern Ozonwerte von mehr als 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft gemessen. Für den Mittwoch wurden bis zu 230 Mikrogramm erwartet.

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Nach Angaben der Meteorologen soll das heiße Sommerwetter bis Anfang kommender Woche anhalten, allerdings wird die Gewitterneigung zunehmen.

Eistee für Busfahrer

Während der Run auf Schwimmbäder und Badegewässer sowie auf schattige Biergärten anhielt, versorgte die Gewerkschaft ver.di Münchner Busfahrer mit kaltem Tee - "damit die Fahrer auch bei der derzeitigen Hitzewelle einen kühlen Kopf bewahren können", erklärte die Gewerkschaft.

"Bei dem Wetter dieser Tage steigt die Temperaratur hinter der Windschutzscheibe eines Busses schnell auf über 40 Grad Celsius. Da wird das Fahren zur Qual", erklärte ver.di- Verkehrsexperte Martin Marcinek.

Das heiße Wetter setzt immer mehr Menschen gesundheitlich zu. In den vergangenen Tagen hätten die Rufe nach dem ärztlichen Bereitschaftsdienst um bis zu 20 Prozent gegenüber "normalen" Tagen zugenommen, teilte die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) mit. Die häufigsten Gründe für die ärztlichen Einsätze waren neben Insektenstichen Herz- und Kreislaufbeschwerden.

Bei heißem Wetter solle man auch Vorsicht beim Sport walten lassen. Wolfgang Hoppenthaller, stellvertretender KVB- Vorstandschef, erklärte: "Wer Sport treiben möchte, sollte dies am besten in den frühen Morgenstunden und am Abend tun." Zudem sollten die Menschen bei der Hitze mindestens drei Liter Flüssigkeit am Tag zu sich nehmen.

Sperber erleidet Schwächeanfall

Auch den Tieren macht die Hitze zu schaffen. Die Münchner Feuerwehr leistete nach eigenen Angaben einem Sperber Erste Hilfe, der einen regelrechten Schwächeanfall erlitten habe. Passanten hatten das Tier in einer Pappschachtel gebracht. Die Feuerwehrleute erfrischten den zur Habichtfamilie gehörenden Greifvogel erst einmal mit Wasser und brachten ihn dann zu einem Falkner, wo er bis zur Rückkehr in die Freiheit weiter aufgepäppelt werden soll.

Der Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt) in München wies darauf hin, dass die Hitzewelle in Deutschland für alle Haus-, Weide- und Wildtiere zu einer extremen Belastung werde. Der Verband riet, immer frisches Wasser bereitzustellen. Ausgedehnte Gassigänge mit dem Hund sollten in die Morgen- und Abendstunden verlegt und Freigehege für Kleintiere in den Schatten gestellt werden.

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