Gefahr durch Glatteis Radfahrer stürzt bei Glätte und stirbt kurze Zeit später

  • Der Deutsche Wetterdienst hat eine Unwetterwarnung vor Glatteis in München und den angrenzenden Landkreisen ausgesprochen.
  • Schon am Dienstag ist ein Radfahrer offenbar wegen der Glätte gestürzt und in der Folge gestorben.

Ein 54-Jähriger ist bei Winterwetter mit dem Fahrrad gestürzt und kurze Zeit später gestorben. Wie die Polizei nun mitteilte, wurde der Mann am Dienstagvormittag bewusstlos auf dem Radweg in der Balanstraße gefunden. Er wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er kurze Zeit später starb. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann wegen Eisglätte stürzte. Zunächst war jedoch die Rede davon, dass eine Vorerkrankung des Mannes nicht ausgeschlossen werden könne. Einen Helm trug er nicht.

Zur Bergung musste die Balanstraße gesperrt werden. Die Polizei sucht nach Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang machen können (Telefon 089/6216 3322).

In der Nacht kippte im Stadtgebiet München ein Lastwagen wegen Glatteises um. Auf der Autobahn 96 hatte Tropfwasser von einer Fußgängerbrücke zwischen den Anschlussstellen München-Blumenau und München-Laim zu einer Eisfläche auf der Fahrbahn geführt, wie die Polizei mitteilte. Daraufhin geriet das Gespann ins Schleudern, der Anhänger des Lasters kippte um. Die A96 in Richtung München blieb daraufhin über Stunden gesperrt, es entstand ein Schaden von rund 20 000 Euro.

Am Mittwochmorgen dann verschärfte sich die Situation durch gefrierenden Regen und Sprühregen, sodass der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor Glatteis im gesamten Großraum München und den angrenzenden Landkreisen warnte. Der DWD empfahl, Autofahrten zu vermeiden und wenn möglich zuhause zu bleiben. Beim Katastrophenwarnsystem Katwarn war von einer "Extremwetterlage" die Rede.

Auch die Deutsche Bahn warnte vor Eisbildung und Glättegefahr auf den Bahnsteigen der S-Bahn. Fahrgäste sollten beim Ein- und Aussteigen besonders achtsam sein und hinter der Sicherheitslinie zurückbleiben, bis der Zug zum Stehen gekommen sei. Die MVG meldete witterungsbedingte Abweichungen im Fahrplan. Wer Bus oder Tram fährt, musste damit rechnen, länger unterwegs zu sein. Die Rolltreppen an U-Bahnhöfen fuhren nur noch vom Zwischengeschoss an die Oberfläche.

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(Foto: DGOU)