Das Garuda ist das einzige indonesische Restaurant der Stadt. Die Gerichte bieten neue Geschmackserlebnisse, sind riesig - und günstig.
Im Internet ist über Restaurants in München inzwischen so gut wie alles zu finden. Plant man einen Restaurantbesuch, kann man sich schon vor dem Besuch ein Bild machen, wie das Schnitzel dort schmeckt, ob die Gerichte im indischen Restaurant in der Altstadt so richtig scharf sind und ob die Pizza beim anvisierten Italiener einen dicken oder dünnen Boden hat. Auch welche Tischnachbarn einen erwarten oder ob die Toiletten sauber sind, weiß man in der Regel schon, ehe man die Türschwelle übertritt.
Asiatische Gottheiten und einzigartiges Essen: Das Restaurant Garuda in der Maxvorstadt. (© Foto: Lisa Meyer)
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Anders ist dies jedoch, wenn man vorhat, das indonesische Restaurant Garuda in der Theresienstraße zu besuchen. Hier findet man zwar auf der Homepage des Restaurants Impressionen aus dem Gastraum und die Speisekarte, jedoch keinerlei Bewertungen von Gästen auf den einschlägigen Gastroportalen. Dabei ist es - soweit uns zumindest bekannt - das einzige rein indonesische Restaurant in München. Und durchaus gut besucht, wie wir feststellen, als wir an einem Mittwochabend in das Lokal kommen.
Wir setzen uns in den vorderen der beiden kleinen Speiseräume und blicken uns um. Zahlreiche Bilder von asiatischen Gottheiten und mit Muscheln gerahmte Spiegel hängen an der Wand, Vasen und Statuen stehen am Rande des Raumes. Die Wände sind holzvertäfelt.
Der Namensgeber Garuda ist ein Zwitterwesen, das den Körper eines Menschen hat, aber Flügel, Kopf und Schnabel eines Adlers. Auch eine indonesische Fluglinie nennt sich so. Der Garuda wird in Indonesien hoch verehrt.
Die Kellnerin bringt uns die Speisekarte, die uns erst einmal erschlägt. So viele Reis-, Nudel-, Fleisch-, Gemüsegerichte! Da sind wir erst einmal ein paar Minuten mit dem Lesen beschäftigt. Was uns jedoch sofort positiv auffällt, sind die Preise. Die Hauptgerichte kosten nicht die in Münchner Restaurants üblichen 12 bis 14 Euro, sondern lediglich 9 bis 11 Euro.
Aus Neugier und um die Auswahl zu erleichtern, entscheiden wir uns für die große indonesische Reistafel (19,50 Euro pro Person, inkl. Vor- und Nachspeisen). Noch ehe der Pinot Grigio serviert wird (0,25 Liter für 4,30 Euro), steht auch schon die Hühnerfleisch-Suppe Soto Ayam auf dem Tisch. Die klare Brühe ist pikant gewürzt. Danach kommt: noch eine Vorspeise. Eine indonesische Frühlingsrolle, die zwar fast identisch mit den Rollen aus anderen asiatischen Ländern ist, nur die Sojasauce ist eine gute Spur süßer.
Dann steht das Hauptgericht an: Zunächst wird die traditionelle Gemüseplatte "Gado Gado" mit Krabbenbrot serviert, das Fleisch bekommt man erst, wenn das Gemüse vertilgt ist. Und das ist gar nicht so einfach, denn die Portion ist üppig - und man würde doch gerne noch ein bisschen Raum für den folgenden Gang lassen. Die indonesische Küche ist stark von der indischen und der chinesischen geprägt.
Allerdings ist die Erdnusssauce, in die eines der Gemüsegerichte getränkt ist, für unseren Geschmack ein wenig zu schwer, wir lassen das Gemüse abtropfen, ehe wir es auf unseren Teller hieven.
Die Erdnusssauce zu den Saté-Spießchen, eine der größten Spezialitäten des Landes, schmeckt dann eine Nuance dezenter und uns deswegen besser. Ein zweites Hühnerfleischgericht ist in angenehm mildem Curry eingelegt. Das Rindfleisch ist extrem scharf, so dass wir am liebsten den ganzen Topf Reis dazu essen würden - wären wir nicht schon dem Platzen nahe.
Zum Schluss bekommen wir noch die fast obligatorischen gebackenen Bananen, die im Garuda köstlich schmecken. Und so verführen sie uns, dass wir sie trotz Völligkeitsgefühl vollständig wegputzen. Unseren Ausflug in die indonesische Küche können wir als ungewöhnlich, aber rundum gelungen beschreiben. Demnächst werden wir eine Bewertung auf einem Gastroportal hinterlassen!
Garuda, Theresienstraße 87, 80333 München, Telefon: 089/525936, www.restaurant-garuda.de
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Die neueste Antwort
Sehr sehr lecker!
Ich war gestern mit meiner Freundin dort, und uns hat es beiden sehr gut geschmeckt!
Aber von vorne:
Als wir reinkamen waren wir erstmal zeimlich baff wie klein dieses Restaurant ist. Das Restaurant ist sehr schön dekoriert, allerdings sind die Räumlichkeiten wenn man genau hinsieht etwas heruntergekommen, was aber nicht weiter gstört hat. Wir wurden in den hinteren Raum geführt, wo wir leider erstmal 10 Minuten alleine saßen, ohne das die Bedienung oder andere Gäste hereinkamen. Die Bedienung war sehr nett, allerdings eine deutsche, was für uns etwas befremdlich war in einem Asiatischen Restaurant. Leider war sie auch die einzige Bedienung für beide Räume! Das heisst es hat ewig gedauert bis man etwas bestellen konnte und bis es dann entdlich serviert wurde! Gott sei dank waren wir um 19 Uhr da, als es noch nicht so voll war. Als wir gingen war es 21 Uhr, das Restaurant war voll, und viele der Gäste hatten noch nichtmal etwas zu trinken!
Ich habe mir die kleine Reistafel bestellt, meine Freundin ein Hühnchenspiess mit Erdnußsate, sie ist nichts scharfes. Mein Essen bestand aus einer Suppe, einer Frühlingsrolle sowie als Hauptgang ein Hühnchengericht, Rindfleischgericht sowie ein Gemüsegericht für 13,50. Das GEricht hatte eine (für europäische Gaumen) gute Schärfe, und war genau richtig dimensioniert. Der Hühnchenspiess war auch sehr gut, allerdings mit 5 Spiesschen, etwas Satesoße und Reis leider viel zu wenig! Und das ganze für 12! Hier fehlte eindeutig etwas Gemüse, als Beilage!
Summa summarum war es ein sehr gutes Essen, und Restaurant, leider hat der Service etwas zu wünschen übrig gelassen.
wenn es jetzt das einzige englische Restaurant wäre, könnte man über den Mangel hinwegsehen; aber ausgerechnet die indonesische Küche, die wahre Gaumenorgien auslösen kann, dass sich einem bisweilen die Kopfhaut mitzukräuseln scheint ist nur ein einziges Mal vertreten; und überdies - damit möchte ich den Betreibern ganz und gar nicht zu nahe treten - geführt von Indonesien-stämmigen Chinesen ...