Tonnenschweres Diebesgut Klau im Kieswerk

Unbekannte haben im Kieswerk Puch 50 Tonnen Kies mitgehen lassen. Das sind etwa vier Lkw-Ladungen. Auch für Chef Klaus Stradtner ist es noch ein Rätsel, wie die Diebe das angestellt haben.

Von Stefan Salger

Mit reichlich Splitt haben sich Diebe aus dem Staub gemacht, die in der Zeit von Donnerstag bis Montag in Puch am Werk gewesen sind. Nicht weniger als 50 Tonnen - also rund vier Lastwagenladungen - transportierten sie vom Gelände des Stockinger-Kieswerks ab. Vorstand Klaus Stradtner (Foto: oh) und die Polizei in Fürstenfeldbruck hoffen, dass jemand den Abtransport des ungewöhnlichen Diebesguts beobachtet hat und Hinweise auf die Täter geben kann.

Wie sind die Diebe denn auf das Gelände gekommen?

Es gibt verschiedene Pächter, deshalb kann man die Kiesgrube natürlich nicht hermetisch abriegeln. Mit so etwas rechnet man ja auch nicht.

Kaum anzunehmen, dass die Täter mit Schubkarren und Schaufeln angerückt sind.

Sicher nicht. Zwar kommt auch so etwas mal vor, aber in diesem Fall müssen die einen Lastwagen mitgebracht haben. Entweder war der mit einem Ladekran ausgestattet oder sie hatten auch noch einen Radlader oder Bagger dabei. Die Täter haben übrigens zunächst versucht, Förderanlage und Silo in Gang zu setzen. Der Werkleiter hat am Montag ein Störungssignal bekommen, dadurch sind wir überhaupt erst aufmerksam geworden auf den Diebstahl.

Was ist der Splitt denn wert und wofür könnte man diese Menge brauchen?

Das dürfte ein hoher dreistelliger Betrag sein. Und brauchen kann man das als Bettungsmaterial, zum Beispiel bei der Verlegung von Pflastersteinen.

Ist so etwas schon mal passiert?

Nein. Aber es ist mal Treibstoff an der Tankstelle abgezapft worden. Höchste Zeit, dass die Täter erwischt werden.

Wenn irgendwo ein großer Haufen Splitt liegt - könnten Sie dann die Pucher Herkunft beweisen?

Theoretisch ist der Splitt fast so einmalig wie ein Fingerabdruck. Aber für einen Nachweis bedürfte es eines aufwendigen Verfahrens, das wäre viel zu teuer.