Ein Schützenverein will Schießstände in der Hauptschule errichten - und die Stadt macht daraus ein gemeinsames Projekt: In Olching sorgte dieses Vorhaben für große Aufregung. Doch nun ist die Stadt plötzlich aus dem Vorhaben ausgestiegen.
Siegt die Vernunft in Olching zuletzt doch - mit Hilfe des Geldes, besser gesagt, des fehlenden Geldes? Rund 43.000 Euro fehlen für die Errichtung eines Schützenheims, das mitsamt einer neuen Hauptschule entstehen sollte.
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Heftige Debatten hatte es gegeben, als das Vorhaben im Jahr 2009 bekannt geworden war, wenige Wochen nach dem Amoklauf eines 17-Jährigen in Winnenden nahe Stuttgart, bei dem 16 Menschen getötet worden waren: Olching geriet zum Symbol für die im Freistaat nicht seltene Praxis, Schießstände in Schulen und Turnhallen unterzubringen.
Der Bayerische Lehrerverband und das Fürstenfeldbrucker Schulamt protestierten gegen die Pläne, der Bayerische Gemeindetag äußerte seinen Unmut, für die Grünen-Fraktion im Landtag war das Thema Anlass zu einer Anfrage an die Staatsregierung.
Und jetzt steigt die jüngste Stadt Bayerns, die erst vor zwei Wochen ihre Stadterhebung gefeiert hat, aus dem gemeinsamen Projekt mit der Schützengemeinschaft "Gemütlichkeit" aus. Wegen 43.000 Euro. Freilich könnten die Schützen den Bau mit mehreren Schießständen in dem Schulgebäude noch verwirklichen, die Stadt räumt ihnen diese Möglichkeit ein.
Doch die Schützengesellschaft muss das Projekt jetzt in eigener Regie stemmen. Private Bauten kosteten weniger Geld als öffentliche, sagt Olchings Bürgermeister Andreas Magg (SPD) und versucht so, den Schützen den Abschied vom gemeinsamen Vorhaben zu erleichtern.
Doch die fühlen sich nun wohl so alleingelassen und unverstanden wie in den heftigen Diskussionen nach Bekanntwerden der Pläne. Man schieße doch bloß mit Luftgewehren, sagten sie damals und konnten nicht verstehen, dass es Eltern, Lehrer und Politiker gibt, die ihren Sport nicht in Schulen ausgeübt sehen wollen.
Olchings Vereinsreferent Tomas Bauer (CSU) hatte sich besonders für die Belange der Schützen eingesetzt. Weniger gefährlich als Skilaufen oder Hallenhandball sei das Schießen mit einem Luftgewehr, hatte er gesagt und den Bau eines Schützenheims gemeinsam mit einer Mehrzweckhalle als "gerade in Zeiten erhöhter Sparsamkeit richtig" bezeichnet. Doch nun verhindert eben jene Sparsamkeit die gepriesene Lösung.
Die Mitglieder der "Gemütlichkeit" werden wohl weiter auf einen eigenen Schießstand warten und in einer Gaststätte ihrem Sport nachgehen müssen. Kommt es so, sei das zumindest für Olching kein Schaden, sagen die Kritiker des Schießstandes. Denn das Schießen gehöre nicht an eine Schule, der Umgang mit Gewehr oder Pistole sei eben kein Sport wie jeder andere. Das Scheitern des Olchinger Vorhabens kann deshalb auch zum Nachdenken anderswo anregen.
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(SZ vom 04.07.2011/tob)
Studie zur Beliebtheit der Deutschen
Bitte erst unten lesen, dann geht es hier weiter. Danke!
Die Vorzüge großer Klassen sind nicht nur wissenschaftlich nachgewiesen, sondern liegen auf der Hand.
1. Ein Lehrer kann sich ohnehin nur um maximal 5 Kinder kümmern (Handregel). Die anderen Kinder müssen sich zwingend selbst organisieren. Eine größere Klassengemeinschaft bietet dazu entsprechend mehr Möglichkeiten.
2. In einer großen Klasse ist Ruhe und Disziplin Grundvoraussetzung für Unterricht. Das erkennt auch der unruhigste Schüler und fördert den Lernerfolg massiv.
3. Je größer eine Gruppe ist, desto einfach können soziale Kompetenzen erworben werden. Weil sich selbst für die „Außenseiter“ Freunde finden. Wer Freunde hat läuft übrigens nicht Amok.
4. In einer großen Gruppe spielen Egoismen eine weit geringere Rolle. Versteht sich auch fast von selbst. Fordert das Demokratieverständnis ungemein.
5. Das sich gegenseitige Helfen und Unterstützen ist in großen Klassen fast Pflicht. Weil der Lehrer es eben beim besten Willen nicht leisten kann. Erkennt auch ein 6-jähriger problemlos.
6. Konkurrenz belebt das Geschäft. Alleine die größeren Vergleichsmöglichkeiten verbessern die Leistungen.
Überrascht? Ja?
Sie brauchen ihren ideologischen Standpunkt aber nicht zu ändern. Machen Kultus-, Familienministerien und Lehrerverbände schließlich auch nicht. Obwohl dort diese Tatsachen seit Jahren bekannt und in Fachliteratur veröffentlicht sind.
Diskutieren Sie lieber weiter über den Sinn und Unsinn von Luftgewehren. Oder über die Gefahr, die von Kaffeetrinkern ausgeht?! Geworfene Kaffeetassen können beim Aufprall splittern und schwerste Verletzungen hervorrufen!
Amüsant, nicht wahr?
Für mich gewinnt die Beobachtung der Diskussionen um das Olchinger Schützenheim mit zunehmender Dauer enorm an Unterhaltungswert.
Erwachsene Menschen klopfen sich die Finger wund, beleidigen sich und bezichtigen sich gegenseitig den ideologischen Holzweg zu beschreiten. Intellektuelle auf dem Niveau von Hartz IV-TV. Wirklich amüsant!
Worum es jedoch wirklich geht, bleibt auf diese Art gut verborgen.
Denn Winnenden und weitere sinnlose Akte der Gewalt haben ihre Ursachen sicher nicht im Sport und Vereinsleben. Im Fußball (jetzt gerade Frauen-WM!), beim Boxen (Klitschkos), im Motorsport (Vettel), im Wintersport (Neuner) und natürlich auch bei den Schützen (Olympiagold) wird Aggressivität zu Ehrgeiz und Siegeswille kanalisiert. Diese gesellschaftlich äußerst lobenswerte Arbeit (vor allem mit Jugendlichen) wird deshalb richtigerweise von Bund, Länder und Gemeinden finanziell gefördert.
Das tatsächliche Problem ist die (teilweise) Abkehr der Erziehungspolitik von der Realität. Zugunsten einer grün-alternativen Ideologie, die seit den Anfängen der antiautoritären Erziehung kontinuierlich versagt. Diese, auf dem Feminismus basierende Ideologie, hat uns den PISA-Schock und die Generation „Doof“ beschert. Bezichtigt normale Jungs, die richtigerweise auch in der körperlichen Auseinandersetzung ihren Platz in Gesellschaft suchen, der Gewaltbereitschaft. Brandmarkt diese Kinder und grenzt sie aus.
Vertreter dieser Ideologie geben freimütig zu, „Außenseiter“ mit ihrer Erziehung zum „friedfertigen Demokraten“ nicht zu erreichen. Wie zB. den Täter von Winnenden.
Die Realität ist, dass die sinnvolle Fähigkeit zur Gewalt in uns allen steckt. Die große Masse der Menschen hat jedoch eine angeborene und/oder erlernte Sicherung eingebaut, die unkontrollierte Gewalt verhindert. Die Wenigen, die den Rand unserer Gesellschaft definieren sind jedoch akut gefährdet. Fühlt sich so ein „Außenseiter“ ungerecht behandelt, von Allen im Stich gelassen und ist einsam, dann kann sich Winnenden überall wiederholen.
Die Lösung ist beinahe trivial!
Große Schulklassen! Mit Klassenstärken von 40 - 50(!) Kindern.
Warum das denn? Die Vorzüge kleiner Klassen werden doch seit Jahrzehnten gebetsmühlenartig gepriesen?! Denken Sie mal nach.
Die Schulklassen sind seit den 70ern immer kleiner geworden. Das Bildungsniveau jedoch auch. Direkt proportional und kein Zufall.
Die Vorzüge großer Klassen sind nicht nur wissenschaftlich
Welches Problem haben Sie? Sie haben mir unterstellt, keine Argumente zu haben. Nun habe ich Ihnen jede Menge Argumente geliefert. Und alles was Sie können ist, sich an einem Wort meiner Ausführungen aufzuhängen? So funktionieren Diskussionen nicht.
Aber wenn das Ihr Anliegen ist, gut. Ich kann es auch:
"Waffennarr" - Bin ich schon einer, weil ich 2 Gewehre (ein Luftdruck- und ein Kleinkalibergewehr) mein eigen nenne? Ist dann jeder mit zwei Autos im Besitz auch gleich ein Autonarr? Warum habe ich eigentlich noch niemanden umgebracht? Und meine Frau auch nicht? Und meine Kinder sind bisher auch noch nicht auffällig geworden? Vielleicht bin ich einfach nur normal und passe nicht in Ihre Schablone?
"Revolverheld" - Damit tun Sie von vornherein den meisten Sportschützen unrecht, denn nur die wenigsten besitzen einen Revolver. Aber das kann man ja nur wissen, wenn man sich mit dem Thema auch mal auseinandersetzt, anstatt nur zu palavern.
"Ballermann" - Sinnfrei, dieses Wort zu verwenden. Erstens ist ein Sportschütze kein Strandabschnitt und zweitens hat Präzisionsschießen nichts mit Ballern (was "Ziellosigkeit" impliziert) zu tun.
"Schießprügel" - War das ein Zufallstreffer oder hat Ihnen jemand verraten, dass dieser Begriff im Schießsport durchaus Verwendung findet? Nur halt nicht in Ihrem Sinne... Es soll aber sogar Schützen geben, die geben ihrem Schießprügel Kosenamen. ;)
Im Übrigen wird es Sie betrüben, aber was "sachgerechte Bezeichnungen" sind und was nicht, entscheiden mit Sicherheit nicht Sie, sondern Leute mit Sachverstand. Davon scheint bei Ihnen im deutschen Waffenrecht ebenso wie bei den deutschen Grundrechten jedoch nicht allzuviel vorhanden zu sein, schade.
Aber mein Angebot, sich einmal mit der Materie mittels Besuch in einem Schützenverein auseinanderzusetzen, haben Sie wohl leider überlesen. Dabei wäre derzeit eine wunderbare Möglichkeit dazu gegeben, da auf der Olympiaschießanlage in Hochbrück derzeit die bayerischen Meisterschaften im Sportschießen stattfinden. Und ob Sie es glauben oder nicht, tausende "Verrückte" "ballern" da einfach rum und trotzdem kommt niemand zu schaden. Vielleicht, weil Sie nur ihrem Hobby nachgehen. Vielleicht auch, weil sie einfach nicht Ihren Plattitüden entsprechen.
Die Begriffe Waffennarr, Revolverheld, Ballermann, Schießprügel, u.s.w. sind beileibe keine "Plattitüden", sondern sachgerechte Bezeichnungen, um den zutiefst unsympathischen Zeitvertreib einer Minderheit darzustellen, dessen Folgen weltweit jährlich viele Tausend unschuldige Opfer fordert. In regelmäßigem Abstand ballern beispielsweise Schüler in ihren Schulen herum, weil die Waffen ihrer Eltern nicht ausreichend gesichert wurden oder, weil sie sogar selbst darüber verfügen.
Gleich werden Sie wieder mit Ihren üblichen Plattitüden kommen, nämlich mit der Gegenüberstellung von "legalen" und "illegalen" Waffen (was dem, der erschossen wird, völlig egal ist), und dem dümmlichen Vergleich mit Brotmessern und Kettensägen.
Ich bin weder Mitglied bei der SG, noch in der Stadtverwaltung. Ich bin nur Schützenbruder, der 2-3 Mal auch in Olching in den unzureichenden Räumen unter der Gaststätte zum Wettkampf zu Gast sein durfte und der sich mit Freunden unterhalten hat.
Daher weiß ich zumindest, dass es nicht um die schießsportlich relevante Ausstattung ging (die zum großen Teil ja im bisherigen Schießkeller bereits vorhanden ist). Und ich weiß, dass reine Kellerräume sowohl den Sicherheitsvorschriften, als auch den "Gemütlichkeitsvorstellungen" des Normalbürgers nicht entsprechen.
Aber es ging mir auch "nur" darum, dass Sie ja davon ausgehen, dass die Stadt einen Schießstand bezahlen würde. Dem ist halt nicht so, da sie nur einen Teil beitragen würde und dies auch nur für "neutrale Aufwendungen".
Die genaue Planung und Kostenaufstellung kann Ihnen sicher die Stadtverwaltung liefern.
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