Olching Mehr Platz für die Mittagsbetreuung

Schon im vergangenen Schuljahr hatte die Stadt Olching an der Grundschule Graßlfing Klassenzimmercontainer aufstellen lassen. Nun muss nachgeordert werden.

(Foto: Günther Reger)

Weil die Anmeldungen gestiegen sind, braucht die Grundschule Graßlfing weitere Container. Vorübergehend sollen auch zwei Klassenzimmer unter dem Dach genutzt werden

Von Julia Bergmann, Olching

Schon wieder müssen die Plätze in der Mittagsbetreuung an der Grundschule Graßlfing aufgestockt werden. Dafür benötigt der Sozialdienst, der Träger des Angebots, allerdings auch neue Räume. Bereits im vergangenen Schuljahr hatte die Stadt Container am Schulgebäude aufstellen lassen, um die Mittagsbetreuung ausbauen zu können. Jetzt sind die Anmeldezahlen erneut überraschend stark angestiegen, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Und weil die bereits geplante bauliche Erweiterung der Grundschule frühestens bis zum Schuljahr 2020/21 fertiggestellt sein wird, muss die Stadt die Containeranlage mittelfristig erweitern.

Während an den beiden anderen Grundschulen in Olching und Esting laut Sozialamtsleiter Peter Söllinger die Kapazitäten für die Mittagsbetreuung ausreichten, habe man in Graßlfing nun schnell reagieren müssen, um den Bedarf von 34 zusätzlichen Plätzen im kommenden Schuljahr decken zu können. Denn eine Erweiterung der Containeranlage brauche einen entsprechenden Vorlauf. Die neuen Container können voraussichtlich erst im Frühjahr 2018 genutzt werden. Die zusätzlichen Plätze in der Mittagsbetreuung werden aber bereits zu Beginn des Schuljahres 2017/18 gebraucht. Glücklicherweise habe sich die Schulleitung dazu bereitgeklärt, von Herbst 2017 an zwei Klassenzimmer im Dachgeschoss für die Mittagsbetreuung bereitzustellen, erklärt Söllinger während seines Sachstandsberichts in der vergangenen Hauptausschusssitzung.

Das sei umso erfreulicher, da derlei Lösungen von den Schulen nicht immer ermöglicht würden, aus Angst, die Kinder, die an der Mittagsbetreuung teilnehmen, könnten etwas in den ansonsten für den Unterricht genutzten Klassenzimmern durcheinanderbringen. Bis zum Herbst sollen in den beiden Räumen noch vier Klimageräte installiert werden, was die Stadt 4000 Euro kosten wird. Auf Nachfrage seines Stellvertreters Robert Meier (CSU) erklärt Bürgermeister Andreas Magg (SPD) die Ausgabe für notwendig, da die Räume bisher ohne Probleme für den Unterricht vormittags genutzt worden seien. Die Hitze direkt unter dem Dach sei aber für die künftige Nutzung ohne Klimatisierung in den Mittagsstunden zu stark.

Die kurzfristige Lösung sei aufgrund der räumlichen Zerrissenheit der Mittagsbetreuung freilich nicht optimal. Weswegen sie mittelfristig wieder komplett in der dann erweiterten Containeranlage untergebracht werden soll. Aber nicht nur deswegen ist eine Aufstockung der Anlage notwendig. Weil die Bauphase für den neuen Gebäudeteil der Grundschule kurz bevorsteht, sei es auch sinnvoll, Räume in den Containern als Ausweichmöglichkeiten für Schulklassen bereitzuhalten, erklärt Bauamtsleiter Markus Brunnhuber und schlägt deshalb eine Aufstockung gleich um zwei Geschosse vor. Zwar sei diese mit 1,16 Millionen Euro wesentlich teurer als die Erweiterung um ein Geschoss mit 69 000 Euro. Allerdings sind sich die im Gremium versammelten Räte einig, dass sich die höheren Ausgaben lohnen würden. "Wenn wir im Bestand umbauen und dann noch gewisse Räume zum Manövrieren haben, sind wir auf der sicheren Seite", so Magg. Immerhin könne man noch nicht endgültig abschätzen, wie sich die Lärmbelastung während der Arbeiten entwickle und welche Klassen eine Ausweichmöglichkeit brauchen würden. Im Hauptausschuss wurden die Varianten des Ausbaus lediglich vorgestellt, die Entscheidung fällt der Stadtrat.