Mitten in Fürstenfeldbruck Viele Superbikes und eine Vespa

Peter Heiß aus Maisach

(Foto: Stefan Salger)

Peter Heiß aus Maisach nimmt es beim Sicherheitstraining mit allen Superbike-Piloten auf

Kolumne Von Stefan Salger

Ziemlich viele leistungsstarke und chromblitzende Maschinen sind zu sehen beim Sicherheitstraining des Motorsportclubs 1949 auf dem Fliegerhorst. Der Samstag ist der dritte von vier Tagen, an denen Hunderte Biker in die Saison starten. Sie üben einen ganzen Tag lang Ausweichen sowie Bremsen und frischen Erste-Hilfe-Kenntnisse auf. Im Blickpunkt: Lässig bollernde Harleys oder heißblütige Superbikes, die gut sind für 300 Sachen. Mittendrin dreht einer unbeirrt ob all der optischen und technischen Hochrüstung seine Runden: Peter Heiß aus Maisach (). Der Bolide des 49-Jährigen verfügt durchaus über technische Finessen - Automatik, Sportauspuff, Antiblockiersystem sowie ASR, das Gegenstück gegen durchdrehende Räder. Die Gefahr, dass das Hinterrad durchgeht, ist freilich gering. Der Bolide ist eine Vespa. 118 Sachen Topspeed - sofern der Gegenwind nicht zu stark bläst. Aber Heiß gibt Gas und hat Spaß, als er durch den Slalomkurs wedelt. Mit seiner wendigen Italienerin hat er sich dieses Jahr einen Jugendtraum erfüllt. Das ganze Töfftöff ist zwar nicht viel breiter als der mächtige 250er-Hinterradreifen der vor ihm fahrenden Suzuki Intruder. Aber Peter Heiß hat ein Alleinstellungsmerkmal bei der großen Leistungsschau der Biker und der Bikes. Nur seine hellgrünen Turnschuhe harmonieren so perfekt mit seinem metallicgrünen Gefährt. Trotz der wenig atemberaubenden 22 PS ein echter Hingucker.

Und deshalb wird der spätberufene Rollerfahrer wohl auch nächstes Jahr beim MSC-Sicherheitstraining das Feld mit seinem Klassiker aufmischen.