Kein Zusammenschluss Absage von Landsberg

Klinikverbund mit Fürstenfeldbruck und Weilheim-Schongau ist passé

Von Stefan Salger, Fürstenfeldbruck

Auf absehbare Zeit werden sich die Kreiskliniken in Bruck, Landsberg sowie Weilheim-Schongau nicht zu einem Klinikverbund zusammenschließen. Landrat Thomas Karmasin (CSU) bestätigte am Donnerstag die Absage des Landsberger Partners. Sein dortiger Amtskollege hatte die vom Verwaltungsrat einstimmig gefällte Entscheidung damit begründet, der Einrichtung sei es gelungen, das Betriebsdefizit deutlich zu verringern. Sie nähert sich damit der "schwarzen Null", die die Kreisklinik Fürstenfeldbruck aktuell ebenfalls ansteuert.

Mit dem Verbund sollten synergieeffekte genutzt werden, so sind Bestellungen in größeren Stückzahlen günstiger. Vor allem ging es darum, Kompetenzen für die Partner zugänglich zu machen - etwa auf die Behandlung von Kindern oder Senioren spezialisierte Abteilungen beziehungsweise die dort eingesetzten Fachkräfte. Karmasin bedauerte die Entscheidung Landsbergs zwar ebenso wie der seit gut einem Jahr mit dem Thema Kooperation befasste einstige Brucker Klinikchef und heutige Fachberater Stefan Bauer - "aber das ist eben eine demokratische Entscheidung gewesen". Der Landrat machte gleichwohl klar, dass "unsere Türen offen stehen, falls es sich die Landsberger irgendwann doch noch anders überlegen." Eine Kooperation lediglich mit den beiden kleinen Häusern in Weilheim und Schongau über das Landsberger Gebiet hinweg mache wohl eher keinen Sinn. Wenig aussichtsreich wären auch Ersatzpartner in privater Hand, wie etwa Dachau, weil diese "anders arbeiten und stärker ihrem Eigentümer sowie der Rendite verpflichtet" sind. Gleichwohl kündigte Karmasin an, die Eignung möglicher anderer Partner ausloten zu wollen. Denn einen Verbund, weit über das Motiv einer "spontanen Ergebnisverbesserung" hinaus, hält er langfristig für sinnvoll, um eine gute und breite medizinische Versorgung weiterhin in öffentlicher Hand gewährleisten zu können.