Fürstenfeldbruck Sauber und leise

Messe rund ums Elektroauto findet in Fürstenfeldbruck statt

Von maria häfner, Fürstenfeldbruck

E-Fahrzeuge, Ladetechniken und intelligentes Strommanagement stehen im Mittelpunkt der Fachausstellung FFB-E-Mobil, einer Informationsveranstaltung, die von Freitag bis Sonntag, 2. bis 4. Oktober, im Veranstaltungsforum Fürstenfeld zu sehen ist. Präsentiert werden Pedelecs, Klein- und Großfahrzeuge sowie Luxuswagen. Höhepunkt ist die "E-Ruda", Deutschlands größte E-Rallye, an der etwa 165 Teilnehmer teilnehmen wollen. Start und Ziel der Rallye ist das Veranstaltungsforum. Die Rundfahrt führt über vier Landkreise mit Halt in den Innenstädten von Weilheim, Landsberg, Dießen und Starnberg.

Neben mehr als 150 Serienfahrzeugen werden auch seltene Sonderfahrzeuge aus dem E-Fahrzeugbereich, beispielsweise ein Bagger und ein E-Boot, ausgestellt. Die Besucher können nicht nur mit den Nutzern der Fahrzeuge reden, sondern auch kostenlose Probefahrten mit den Elektroautos machen, um sich von der Energie hinter dem Elektromotor zu überzeugen. Auf dem Innenhof des Veranstaltungsforums werden dann ausschließlich E-Mobile ausgestellt, außerdem geben die Aussteller Informationen zu Themen wie Haustechnik oder Photovoltaik.

Referenten wie Lars Thomsen, Vorstand der Organisation "Future matters" und Zukunftsforscher, Tomi Engel von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie, Timo Leukefeld, Vorstand des Sonnenhaus-Instituts, Peter Siegert von Mitsubishi Motors und Hans Urban, Gemeinderat von Haag, greifen die Themen der Veranstaltung in ihren Vorträgen am Freitag, 2. Oktober, auf. Sowohl Aussteller als auch Referenten werden die Besucher außerdem über Förderprogramme und gesundheitliche Aspekte aufklären, sowie ihnen die Vision einer auspuffgasfreien Umgebung vermitteln. Der viermalige französische Meister Christopher Bruand zeigt mit seiner E-Trial-Show und seinem E-Motorrad atemberaubende Stunts ohne Lärm oder Dreck. Für die Kinder gibt es einen elektrisch betriebenen Zug, der über das Veranstaltungsforum fährt. Am letzten Tag findet außerdem die Siegerehrung der E-Rallye statt.

Die Veranstalter möchten im Rahmenprogramm drei Aspekte zusammenzubringen: Mensch, Technik und Kultur. Das ist nicht nur das Ziel von Marita Hansen und Werner Hillebrand-Hansen von E-Ruda sowie Norbert Leinweber, Leiter des Veranstaltungsforums, sondern auch der Stadt Fürstenfeldbruck. Als Start und Ziel der Rallye und als Ausstellungsort wird Fürstenfeldbruck Mittelpunkt der Elektromobilität und Szenetreff von E-Mobil-Liebhabern. Alexa Zierl, Brucker Grünen-Stadträtin und Umweltreferentin, betont, wie wichtig es sei, E-Mobilität "unter die Leute zu bringen". Sie freut sich, die Vision von sauberer und leiser Mobilität bei der Fachmesse zu erleben.

Die Stadt Fürstenfeldbruck hat mit der Klimaschutzwoche und dem Stadtradeln auf eine Fortbewegung ohne klimaschädliche Gase aufmerksam gemacht. Nun haben Landkreise, die beim Stadtradeln mitgemacht haben, sich auch bei der E-Ruda angemeldet. Auch die Stadt will, angespornt von der im Oktober geplanten Ausstellung, aktiv werden. Sie plant beim Thema E-Mobilität, möglichst von Anfang an dabei zu sein. Es wird in Erwägung gezogen, ein E-Fahrzeug als Dienstauto für Angestellte der Stadt zur Verfügung zu stellen und dieses am Wochenende per Carsharing an Bürger zu verleihen. Das würde Skeptikern die Angst vor der Anschaffung eines Elektroautos nehmen.

Die Rallye unter der Schirmherrschaft von Landrat Thomas Karmasin startet und endet ohne Zeitnahmen im Veranstaltungsforum. Damit nimmt die Stadt zum ersten Mal neben den Landkreisen Starnberg, Weilheim-Schongau und Landsberg an der Fahrt teil, um umweltfreundliche Mobilitätsformen zu unterstützen. Überall entlang der Strecke werden Zwischenstationen mit ausgestellten Fahrzeugen aufgebaut.

Norbert Leinweber hofft auf eine Etablierung der Informationsmesse-Veranstaltung in Fürstenfeld, da dies bereits bei anderen Ausstellungen sehr gut funktioniert habe. Des weiteren betonen die Veranstalter, dass die kostenlose Ausstellung nicht nur für Fachpublikum, sondern für jeden gemacht ist, der sich für Formen der Mobilität interessiert, die kein Kohlendioxid ausstoßen.