Fürstenfeldbruck Landkreis räumt alle Notquartiere

Nach dem Auszug der Flüchtlinge werden Sporthallen saniert

Von Gerhard Eisenkolb, Fürstenfeldbruck

Seit der vergangenen Woche muss im Landkreis Fürstenfeldbruck kein einziger Flüchtling mehr in einer zur Notunterkunft umgerüsteten Schulturnhalle leben. Dem Landratsamt ist es in den Pfingstferien gelungen, die beiden Sportstätten in Puchheim zu räumen - in den von Gymnasium und Realschule genutzten Hallen standen etwa 200 Betten. Gleiches Bild in Germering: In der Turnhalle des Max-Born-Gymnasiums waren 100 Betten untergebracht.

Aus einer Maisacher Sporthalle waren die Asylbewerber bereits Ende April ausgezogen. Noch prüfen Mitarbeiter der Hochbauabteilung des Landratsamts, welche Renovierungsarbeiten erforderlich sind, damit der reguläre Sportunterricht und Vereinsbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Zum Schutz der empfindlichen Holzböden waren in allen Hallen PVC-Matten ausgelegt worden. Da mit keinen größeren Schäden gerechnet wird, dürfte laut Andreas Buchner, dem Asylkoordinator des Landkreises, der Sanierungsaufwand überschaubar sein. Deshalb geht man im Landratsamt davon aus, dass die Maisacher Schüler und Sportvereine ihre Turnhalle noch vor den Sommerferien nutzen können. Um in Puchheim die Zeit des sportfreien Unterrichts so schnell wie möglich zu beenden, werden dort vorrangig die Sanitäranlagen renoviert. Ist das geschehen, können zumindest wieder die Sportanlagen im Freien genutzt werden. Erst in einem zweiten Schritt werden dann die Hallen saniert. Da die Germeringer Halle als letzte belegt worden war, wird sie zuletzt instand gesetzt. Es ist also möglich, dass in Germering der reguläre Sportunterricht erst nach den Sommerferien wieder aufgenommen werden kann. Die 150 Asylbewerber, die zuletzt noch in den Hallen lebten, wurden in andere Landkreise in Gemeinschaftsunterkünfte der Regierung von Oberbayern verlegt.