Feuer in Hochhaus Kripo schließt technischen Defekt aus

Puchheim Kennedystr. Wohnungsbrand Wohnblock

(Foto: Voxbrunner Carmen)

Die Ermittler gehen nach einem Wohnungsbrand in Puchheim von Vorsatz oder Fahrlässigkeit aus.

Von Erich C. Setzwein, Puchheim

Nach dem Brand in einem achtgeschossigen Wohnhaus an der Kennedystraße in Puchheim am Mittwoch haben die Bewohner der sechs betroffenen Wohnungen die erste Nacht bei Freunden und Verwandten oder in einer notdürftig hergerichteten Wohnung des Vermieters verbracht. "Alle haben Obdach gefunden", sagte der Geschäftsleiter des Puchheimer Rathauses, Jens Tönjes, "ich empfinde den Zusammenhalt in der Not als ein gutes Zeichen."

Der Brand war am Mittwoch kurz vor 11.30 Uhr im Flur des siebten Stocks ausgebrochen. Einen technischen Defekt schließt die Polizei inzwischen aus. Die Ermittler konzentrierten sich jetzt auf die Frage, ob das Feuer vorsätzlich gelegt oder fahrlässig verursacht wurde, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord in Ingolstadt. Die Kripo Fürstenfeldbruck (Telefon 08141/6120) bitte deshalb um Hinweise.

Die Stadt Puchheim selbst hat am Mittwoch niemanden, der durch das Feuer obdachlos geworden ist, in einem Hotel unterbringen müssen. Bis auf eine fünfköpfige Familie seien alle, die wegen der Folgen des Brandrauches zunächst nicht mehr in ihre Wohnungen zurückkehren können, bei Bekannten und Verwandten untergekommen. Tönjes zeigte sich sehr erfreut über die spontane Hilfe aus der Nachbarschaft. Die Wohnungsgesellschaft habe die Familie in einer leer stehenden Wohnung im Quartier unterbringen können, am Freitag solle eine weitere Wohnung einer anderen Familie zur Verfügung gestellt werden, die zwei Nächte bei Bekannten bleiben konnte. "Die Leute durften nach dem Brand noch einmal in Begleitung der Feuerwehr in ihre Wohnungen, um dort das Allernötigste zu holen", berichtete Tönjes.

Der Geschäftsleiter erwartet, dass ein Gutachter die Schäden rasch prüft und die Sanierung bald beginnt, damit die Familien in ihre Wohnungen zurückkehren können. Man habe Kontakt zu den Betroffenen, sie könnten sich bei Schwierigkeiten an die Stadt wenden.