Feuer in Eichenau Ein Vogel als Brandstifter

Eine noch glimmende Zigarettenkippe in einem Vogelnest soll den Brand ausgelöst haben.

(Foto: Polizei/oh)

Fast eine Woche lang hat die Kripo Fürstenfeldbruck wegen eines Brandes in Eichenau ermittelt, nun scheint der Täter gefunden. Ein Vogel soll sein Nest am Haus angezündet haben - mit einer Zigarette.

Die Frage des durch einen Brand geschädigten Hausbesitzers müsste eigentlich lauten: "Wie erkläre ich's meiner Versicherung." Denn als Brandstifter gilt ein Vogel. Das ist die wahrscheinlichste aller Ursachen, die die Brandfahnder der Kripo Fürstenfeldbruck nach einem Brand in einem Haus in Eichenau annehmen.

Um die Mittagszeit am Freitag voriger Woche war an der Fassade eines Reiheneckhauses der Brand ausgebrochen, der rasch aufs Dach übergriff. Erklären konnte sich zunächst niemand, warum gerade an dieser Stelle Feuer entstanden war. Trotzdem gelang es den Brandermittlern aus Fürstenfeldbruck eine um die ander Ursache auszuschließen, wie etwa technische Defekte, menschliches Fehlverhalten, Nachlässigkeit oder dass jemand das Feuer vorsätzlich entzündete.

Ein Vogel gerät ins Visier der Ermittler

Die Brandfahnder entdeckten an dem Haus auch mehrere Vogelnester. Die hatten Vögel durch eine Lücke zwischen die holzverkleideten Fassade und die Dachschalung gebaut. Als die Spezialisten genauer hinschauten, fanden sie in den verbliebenen Nestern außergewöhnlich viel Zellstoffreste. Doch es handelte sich nicht um Papiertaschentücher, die in der Natur kaum vergehen, sondern um Filter von Zigarettenkippen.

Weil eben andere Gründe für den Brand nicht in Frage kamen, ist laut Polizeibericht "mit hoher Wahrscheinlichkeit eine noch brennende Zigarettenkippe, die von einem Vogel ins Nest geholt wurde, Ursache der Brandentstehung". Entscheidenden Anteil, dass das Haus nicht komplett abbrannte hatten die Feuerwehren, die rasch zu Stelle waren um zu löschen. Trotzdem verursachte der Vogel einen Sachschaden von rund 50 000 Euro.