Für 90 Millionen Euro Sechs Spuren für die A 96

Neun Autobahn-Kilometer sollen von 2017 an ausgebaut werden

Von Marco Völklein

Die Regierung von Oberbayern hat den geplanten sechsstreifigen Ausbau der A 96 zwischen Oberpfaffenhofen und Germering-Süd genehmigt. Die fast neun Kilometer lange Strecke soll durchgehend einen dritten Fahrstreifen erhalten, damit der Verkehr dort künftig besser fließen kann. Denn mit durchschnittlich etwa 67 000 Fahrzeugen pro Tag hat die vierspurige Autobahn "ihre Leistungsfähigkeitsgrenze überschritten", wie es bei der Autobahndirektion Südbayern heißt. Bis zum Jahr 2025 rechnen die Planer zudem mit einer Zunahme des Autoverkehrs um 15 bis 20 Prozent.

Um die Staus zu entschärfen, soll nicht nur die Autobahn auf sechs Spuren verbreitert werden - vielmehr will die Autobahndirektion auch die Anschlussstelle Gilching umbauen, weil dort schon jetzt die Autobahn an den südlichen Ortsrand heranreicht. Die zusätzlichen Fahrstreifen werden südlich an die Autobahn angebaut. Außerdem sollen die Parkplätze am Kreuzlinger Forst erweitert und mit Toilettenanlagen ausgestattet werden. Um die Anwohner zu schützen, werden lärmmindernde Beläge, Schallschutzwände und zwei Lärmschutzgalerien gebaut.

Wann mit den Baumaßnahmen konkret begonnen werden kann, ist allerdings noch offen. Zunächst muss die Autobahndirektion abwarten, ob Anwohner gegen den Bescheid der Bezirksregierung klagen. Dann muss der Bund die Finanzierung sicherstellen. Bislang hatten die Planer der Autobahndirektion mit etwa 70 Millionen Euro gerechnet; im Genehmigungsverfahren hatten sie aber unter anderem einigen Anwohnern einen besseren Lärmschutz zugesagt, was den Bau verteuert. Mittlerweile kalkulieren sie mit bis zu 90 Millionen Euro für den Ausbau der Autobahn. Sollte der Bund das Geld zur Verfügung stellen, könnten die Baumaschinen im Jahr 2017 anrollen. Die Bauzeit taxieren die Ingenieure auf drei bis vier Jahre.