Fröttmaning Bayern-Tickets sollen auch als MVV-Karten gelten

Bayern Fans feiern in einem U-Bahn-Waggon

(Foto: dpa)

Das fordern zumindest Stadträte der CSU. Ihr Vorschlag hätte Auswirkungen auf den Ticketpreis für Spiele des Fußballclubs.

Von Heiner Effern

Der FC Bayern soll künftig beim Verkauf jeder Eintrittskarte automatisch die Gebühr für ein MVV- und ein Parkhausticket mitkassieren. Das fordern die CSU-Stadträte Kristina Frank und Richard Quaas.

Die beiden sehen darin viele Vorteile: Zunächst hoffen sie, dass mit dem schon bezahlten MVV-Ticket mehr Fans mit der U-Bahn anreisen. Wer trotzdem mit dem Auto kommt, hätte einen Anreiz, wieder auf den offiziellen Plätzen am Stadion zu parken. Das vermeiden derzeit viele Besucher, weil sie bei der Ausfahrt quälend lange auf das Öffnen der Schranke für jedes einzelne Auto warten müssen.

Wer von der Idee nicht profitieren würde

Künftig könnten Autofahrer bei der Einfahrt ihr Ticket in einen Scanner schieben und nach dem Spiel bei offener Schranke zügig abreisen. Das würde die Anwohner vom Schleich- und Suchverkehr der Parkhaus-Verweigerer entlasten, argumentieren die CSU-Stadträte.

Überrollt von Fußballfans

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Dem MVV blieben wiederum mehr Einnahmen, weil viele Fans in den überfüllten U-Bahnwagen ohnehin schwarz fahren würden. Die Abrechnung wäre auch kein Problem: Der FC Bayern könnte die Zahl der eingescannten Parkhauskarten von den MVV-Gebühren abziehen und den Rest weiterreichen, argumentieren Frank und Quaas. Natürlich wissen sie, dass es auch Verlierer gäbe.

Aber Fußgänger und Radfahrer spendeten auch bei Theaterkarten die automatisch erhobene Gebühr dem MVV, erklären die CSU-Stadträte.

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