Weil sie ihren 16 Jahre alten Freund erstochen hat, ist eine 28-Jährige vom Landgericht München zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Die Frau hatte ihrem Liebhaber ein Messer in die Brust gestoßen, weil sie glaubte, er habe ihre Scheckkarte gestohlen.
Wegen Totschlags an ihrem 12 Jahre jüngeren Geliebten hat das Münchner Landgericht am Donnerstag eine 28-Jährige zu zehn Jahren Haft verurteilt. Das Schwurgericht sah es als erwiesen an, dass die Angeklagte den 16-Jährigen, mit dem sie ein intimes Verhältnis hatte, mit einem Messerstich in die Brust getötet hat.
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Die Staatsanwaltschaft war in ihren Plädoyer vom ursprünglichen Mordvorwurf abgerückt und hatte auf zwölf Jahre Gefängnis wegen Totschlags plädiert. Die Verteidigung forderte acht Jahre Haft.
Die arbeitslose Kosmetikerin hatte im Prozess angegeben, sich an die Tat Anfang Februar nicht erinnern zu können. Sie hatte den Jugendlichen und einen seiner Freunde für den Verlust von Bargeld und einer EC-Karte verantwortlich gemacht und die beiden dann ohne Vorwarnung mit zwei Küchenmessern attackiert. Der 16-Jährige verstarb rund eine Stunde später in einem Münchner Krankenhaus.
Nach der Tat hatte die Frau sofort Erste Hilfe geleistet, das Opfer war aber nicht zu retten. Das Gericht blieb mit dem Strafmaß zwischen den Forderungen von Anklage und Verteidigung: Die Staatsanwaltschaft hatte zwölf Jahre Haft verlangt, die Verteidigung wollte höchstens acht Jahre Haft und sah bei der Frau eine erheblich verminderte Schuldfähigkeit.
- Mord-Anklage gegen 28-Jährige Eine Bluttat ohne Motiv 06.11.2007
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(dpa/ddp/wib)
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