Vor der OB-Wahl in Freising Rudi Schwaiger ist CSU-Kandidat
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Die Delegierten wählen den 45-jährigen Anwalt Rudi Schwaiger zum CSU-Bewerber um das Amt des Freisinger Oberbürgermeisters. Für Mitbewerber Tobias Eschenbacher stimmen nur 95 der 219 Delegierten.
Die Freisinger CSU hat am Donnerstagabend den 45-jährigen Rudi Schwaiger zum Kandidaten für die OB-Wahl im März 2012 bestimmt. Die 219 Delegierten, die sich zu der Nominierungsveranstaltung in der Luitpoldhalle eingefunden hatten, entschieden sich mit 124 Stimmen für Schwaiger. Nur 95 Delegierte stimmten für Mitbewerber Tobias Eschenbacher.
Zuvor waren die beiden zu den Klängen von AC/DC und ihrem Highway to Hell in das Rennen um die Nachfolge von Oberbürgermeister Dieter Thalhammer marschiert. Thalhammer kann, wie berichtet, nach 18 Jahren im Amt aus Altersgründen nicht noch einmal kandidieren.
Beerben soll den Sozialdemokraten nach Wunsch der Freisinger Christsozialen nun also Rudi Schwaiger, Bruder des amtierenden Freisinger Landrats Michael Schwaiger. Der Anwalt, der in München studiert hat, ist Vater einer elfjährigen Tochter. Seit 2007 ist er kommunalpolitisch engagiert, wurde 2008 in den Freisinger Stadtrat gewählt und übernahm dort neben Aufgaben in verschiedenen Ausschüssen auch das Amt des 2. Bürgermeisters.
Als solcher versteht er sich in erster Linie als "Bindeglied zwischen Stadtrat und Fraktion auf der einen und Stadtverwaltung auf der anderen Seite", wie Schwaiger diesen Posten definiert. Seit 2009 ist er außerdem stellvertretender Ortsvorsitzender der CSU - und seit gestern der Hoffnungsträger des Ortsverbandes. Denn die Stadt Freising ist - mitten im Herzen Altbayerns - für die CSU schon immer ein schwieriges Pflaster: Die auf Landesebene dominierende Partei hat hier noch nie den Oberbürgermeister gestellt. Ihr letzter Bewerber, Theo Weber, scheiterte im Jahr 1994 gegen Amtsinhaber Thalhammer - bei den beiden folgenden Wahlen stellten die Christsozialen nicht einmal mehr einen Gegenkandidaten.
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Um so intensiver hatte die Freisinger CSU jetzt mit ihrem "Showdown" der beiden parteiinternen Konkurrenten Schwaiger und Eschenbacher von sich reden gemacht. Ende vergangenen Jahres hatte man die doppelte Bewerbung stolz offiziell bekanntgegeben, in den kommenden Wochen und Monaten wurde die Entscheidung dann auf den gestrigen Abend zugespitzt.
Er sei überzeugt, dass die anstehenden Herausforderungen für die Zukunft Freisings nur mit detaillierten Kenntnissen der Abläufe sowie einem intensiven Erfahrungsschatz erfolgreich gemeistert werden können, hatte der 45-jährige Schwaiger in seiner Bewerbung formuliert. Überzeugen muss er in den kommenden acht Monaten davon nun die Freisinger Wähler.