Nur der Standort stört Naturverbunden

Auch in Kranzberg könnte es einen Waldkindergarten geben.

(Foto: Johannes Simon)

Kranzbergs Gemeinderäten gefällt Idee für Waldkindergarten

Gibt es in der Gemeinde Kranzberg bald einen Waldkindergarten? Eine entsprechende Anfrage für das Gelände der ehemaligen Gärtnerei in Dorfacker lag dem Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung vor. Dort wird er zwar nicht eingerichtet werden können, grundsätzlich zeigte sich das Gremium der Idee gegenüber aber aufgeschlossen.

Der Sozialausschuss will sich mit der Bürgerin aus Thalhausen, die den Anstoß dazu gegeben hat, zusammensetzen. Auf dem Gärtnereigelände ist nach Auskunft der Gemeinde die Beseitigung der Altlasten noch nicht abgeschlossen, dies wird sich vermutlich bis Ende 2018 hinziehen. Ein Teil des Areals ist zudem als ökologische Ausgleichsfläche für künftige Baugebiete vorgesehen. Weiteres Problem ist, dass das Gelände über den vorhandenen Feldweg für Rettungsfahrzeuge nicht ausreichend erschlossen sei, heißt es aus dem Rathaus. Zwar gibt es in Kranzberg mit dem Pfarrkindergarten Sankt Pantaleon und dem Kinderhaus Kleeblattl genügend Betreuungsplätze. Interessenten für ein solches Angebot gibt es aber offenkundig: Die drei Waldkindergarten im Landkreis seien alle gut ausgelastet, sagte Bürgermeister Hermann Hammerl (FWG). Andreas Adldinger (CSU) meinte zwar, "das Gelände ist das verkehrte", begrüßte aber die Initiative von privater Seite. Er wünschte sich noch mehr Informationen über das Konzept. Auch Anton Hierhager (SPD) hatte mit dem Gärtnerei-Areal ein Problem - vor allem weil es so nahe an der Staatsstraße liegt. Mit dem Begriff Waldkindergarten verbinde er etwas anderes, sagte er. Georg Neumair (FWG) schlug schließlich vor, weitere Gespräche mit der Thalhausenerin zu führen.