Gewitter am Mittwoch Kreisstraße wird Wildbach

Wasser und Kiesmassen haben am Mittwochabend Straßen in Kranzberg blockiert. Die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun.

(Foto: FRS)

Die Unwetter treffen Kranzberg und Allershausen ungewohnt hart.

Von Petra Schnirch, Allershausen/Kranzberg

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage hat ein Unwetter die Gemeinden Allershausen und Kranzberg stark getroffen. Kurz vor 18 Uhr zog am Mittwoch eine Gewitterfront durch. In mehrere Keller drang Wasser ein, über Straßen, Innenhöfe und Gärten ergoss sich eine braune Schlammschicht. In Kranzberg verwandelte sich die Obere Dorfstraße in einen breiten Fluss, von der Baustelle auf der Staatsstraße wurde eine Menge Kies den Berg hinunter gespült.

Mehrere Landwirte unterstützten die Feuerwehr mit Kippern und Ladern, um die Straße wieder freizuräumen und größere Mengen Kies wegzufahren. In der Kranzberger Ring- und Raiffeisenstraße stand das Wasser auf den Fahrbahnen und in einigen Kellern. In 20 Minuten seien etwa 40 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, das habe das Entwässerungssystem nicht mehr aufnehmen können, sagte Bauamtsleiterin Claudia Langscheit.

Auch auf der Autobahn stand das Wasser

Ähnlich war die Situation in Allershausen, besonders betroffen waren der Ortsteil Leonhardsbuch sowie das Gewerbegebiet. Auch auf der Autobahn in Fahrtrichtung München stand zeitweise das Wasser. Dies war vermutlich auch der Grund für einen Unfall auf der A 9. Ein Auto schleuderte in die Leitplanke, eine Person wurde laut Feuerwehr leicht verletzt. Die Ausfahrt war etwa eine halbe Stunde lang gesperrt. Die Tiefgarage eines Betriebs stand auf einer Fläche von 400 Quadratmetern 75 Zentimeter hoch unter Wasser und Schlamm, wie Feuerwehrkommandant Friedrich Moser schilderte. Bis gegen 23 Uhr waren die Einsatzkräfte mit dem Abpumpen der dreckigen Brühe beschäftigt.

Einem Wildbach glich auch die Kreisstraße in Leonhardsbuch. Über der Ortschaft ging, ebenso wie in Kranzberg, bereits am Donnerstag vergangener Woche ein Unwetter mit Hagel nieder, Gräben und Rohre konnten die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Dabei habe die Gemeinde in den vergangenen Jahren viel investiert, um die Durchlässe unter der Straße dort zu vergrößern, sagte Bürgermeister Rupert Popp. Dass gleich zwei Mal innerhalb einer Woche solche Einsätze nötig sind, sagte Moser, das sei schon extrem selten.