Erste Bilanz nach drei Monaten Prognose übertroffen

Windrad im Kammerberg erreicht Marke von zwei Millionen Kilowattstunden

Seit drei Monaten ist das Bürger-Windrad bei Kammerberg in Betrieb, an diesem Mittwoch hat es die Marke von zwei Millionen Kilowattstunden bei der Stromproduktion überschritten. "Erfreulicherweise liegt das Ergebnis der ersten drei Monate sogar etwas über den prognostizierten Erträgen", gab Martin Hillebrand von der Freisinger Bürgerenergie-Genossenschaft, die das Windrad betreibt, bekannt. In den drei Monaten habe das Windrad schon öfter die maximale Leistung von drei Megawatt erreicht, so Hillebrand. Damit dürfte die anvisierte jährliche Strommenge von 6,2 Millionen Kilowattstunden kein Problem sein. Die Menge entspricht dem Bedarf von 4 700 Personen.

Die Kosten für das Windrad, Kabeltrasse und Trafostation inklusive, beziffert Hillebrand mit rund 5,5 Millionen Euro. An der Finanzierung sind auch 250 Privatpersonen mit rund 1,7 Millionen Euro beteiligt. Die restliche Finanzierung erfolgte über Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau und ein Darlehen, das eine bayrischen Sparkasse in Kooperation mit der regionalen Sparkasse Freising ausgegeben hat. Beim Windrad am Weißlinger Forst handelt es sich um eine speziell für das Binnenland entwickelte Windenergieanlage. Sie zeichnet sich durch einen sehr großen Rotor und eine relativ geringe Generatorleistung aus. "Dadurch kann die Anlage auch schon bei relativ geringen Windgeschwindigkeiten viel Strom erzeugen", erklärt Hillebrand. Er verweist auch auf den Bürger-Strom, den die Freisinger Energiegenossenschaft anbietet. Kunden, die regionalen Strom aus regenerativen Quellen beziehen möchten, können jederzeit zur Bürgerenergiegenossenschaft wechseln. Seit das Bürger-Windrad in Betrieb ist, beinhaltet der Freisinger Bürger-Strom zehn Prozent regionalen Windstrom aus Kammerberg. Das Windrad, so Hillebrand, sei ein weiterer Meilenstein der regionalen Energiewende. Mehr Infos gibt es unter www.beg-fs.de.