Ein gutes Jahr Windrad erzeugt mehr Strom

Bürgerenergiegenossenschaft zieht für 2017 eine positive Bilanz

Die Bürgerenergiegenossenschaft Freisinger Land (BEG) blickt zufrieden auf das Jahr 2017 zurück. Das größte neue Projekt war eine Bürger-Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach der Echinger Grundschule an der Danziger Straße. Die Anlage hat eine Nennleistung von knapp 100 Kilowatt-Peak (kWp). Die Finanzierung hat die Genossenschaft nicht alleine gestemmt, sondern dafür 92 neue und bestehende Mitglieder gewonnen, die rund 100 000 Euro finanzierten.

Das zweite Bürger-Projekt, an dem sich private Kleininvestoren beteiligt haben, das Windrad bei Kammerberg in der Gemeinde Fahrenzhausen, macht der Energiegenossenschaft ebenfalls viel Freude, es erzielte im vergangenen Jahr ein Rekordergebnis. 2017 hat es insgesamt 7,7 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Das sind rund 1,5 Millionen oder etwa 24 Prozent mehr, als in den Gutachten prognostiziert worden war. Da ging man noch von 6,2 Millionen Kilowattstunden aus. "Dieser Wert ist für Binnenwindkraftanlagen herausragend und beruht auf der optimalen Anlagenkonzeption für den Standort sowie einem über dem Mittelwert liegenden Windangebot 2017", betont Andreas Henze, einer der drei Vorsitzenden der Bürgerenergiegenossenschaft.

Die vom Kammerberger Windrad erzeugte Strommenge reiche aus, um über der Hälfte des Stromverbrauchs in der Gemeinde Fahrenzhausen zu erzeugen, heißt es in einer Pressemitteilung. Dort hätten die Einwohner und die ortsansässigen Firmen im Jahr 2016 insgesamt 14,1 Millionen Kilowattstunden verbraucht. Das Bürger-Windrad zeigt laut Henze, dass die Windkraft auch in Bayern und im Landkreis Freising insbesondere an guten Standorten eine wichtige Säule der Energiewende sein könne. "Sie kann sehr viel Energie bei nur minimalem Platzbedarf erzeugen", so Henze.

Im Bürgerstrom, den die Bürgerenergiegenossenschaft verkauft, sind damit zehn Prozent Windstrom aus Kammerberg enthalten. Mehr Informationen gibt es unter www.beg-fs.de.