Beleuchtung der Altstadt Neuer Glanz für Freising

So könnte es künftig zu Weihnachten in Freising leuchten. Lichtplanerin Beatrice Seidt plant unter anderem große Weihnachtssterne mit langem Schweif.

(Foto: Büro 3lpi/OH)

Beim dritten "Forum Licht" erklärt Lichtplanerin Beatrice Seidt Bürgern ihr Konzept für die Innenstadt. Sie sieht Stelen und Sterne vor und findet damit Gegenliebe bei den Freisingern. Offen ist, wer welche Kosten übernimmt.

Von Kerstin Vogel, Freising

Tore aus Licht, ein Spotlight für die Spitze der Mariensäule und Lichtbänder, die das Auge des Betrachters auf Fassaden oder Schriftzüge lenken: Die Freisinger Innenstadt soll nach ihrem Umbau auch nachts in neuem Glanz erstrahlen. Eigens dafür wird seit geraumer Zeit an einem "Masterplan Licht" gearbeitet - und was dabei bis jetzt herausgekommen ist, haben die Planer am Mittwochabend beim mittlerweile dritten "Forum Licht" den Bürgern erklärt. Die spektakulärste Neuerung könnte dabei die künftige Weihnachtsbeleuchtung der Innenstadt betreffen. Hier laufen die Überlegungen aktuell auf überdimensionale Weihnachtssterne mit Schweif hinaus, die an den Überspannleitungen befestigt werden könnten.

Die stimmungsvolle Ausleuchtung der Innenstadt in der Vorweihnachtszeit ist in Freising seit Jahren ein Reizthema. Der Streit entzündete sich alljährlich vor allem an der Frage, wer für die Kosten aufzukommen habe. Bis 2012 war das - bisweilen unter vernehmbarem Murren - die damals noch existierende Einkaufsgemeinschaft Freisinger Innenstadt (Efi), seither bezahlt die Stadt und hat die Abwicklung ihren Stadtwerken übertragen. Über all dem aber ist die Beleuchtung selber in die Jahre gekommen und müsste unabhängig von der neuen Innenstadtkonzeption spätestens nach 2018 so oder so erneuert werden.

Sieben oder acht Meter über den Köpfen der Freisinger könnten künftig Sterne samt Schweif leuchten

Das nun in einem Aufwasch mit der ohnehin geplanten Neuinstallation der Beleuchtungsmittel in der Altstadt zu tun, lag auf der Hand - und so präsentierte Lichtplanerin Beatrice Seidt vom Büro "3lpi Lichtplaner + Ingenieure" am Mittwoch auch Überlegungen zur zukünftigen Freisinger Weihnachtsbeleuchtung. Nur am Rande erwähnte sie dabei die ursprüngliche Idee, die im Wesentlichen auf die Überspannleuchten zulaufende Weihnachtsgirlanden vorsieht. Stattdessen zeigte sie schon einmal das Modell für die alternativ aufzuhängenden Weihnachtssterne. Goldfarben, gefüllt mit glitzernden Christbaumkugeln und samt Schweif stolze 3,50 Meter lang, könnten die Dekorationselemente künftig in sieben oder acht Metern Höhe an die Überspannleitungen gehängt werden, schwärmte Seidt. Außerdem sei "eine Abwandlung" auch an Masten denkbar.

Viele der etwa 40 Besucher des Lichtforums konnten sich die Sterne gut in der Altstadt vorstellen, manch einer sorgte sich lediglich, dass es mit zu vielen dieser Elemente "überladen" wirken könnte. Die Frage, wer für die Kosten aufkomme, blieb am Mittwoch offen. Wie die Pressestelle der Stadt am Donnerstag bestätigt hat, sind jedoch für die Anschaffung der neuen Weihnachtsbeleuchtung im Etat für 2018 Mittel vorgesehen. Konkret finden sich 120 000 Euro dafür im Einzelplan 7, "Wirtschaftsförderung".

Die Eingänge zur Innenstadt könnten Lichtstelen in Szene setzen

Zweites großes Thema des Forums waren die Lichtstelen, die künftig an den Eingängen zur Innenstadt die ehemaligen Stadttore nachempfinden sollen. Aufgestellt werden sie beispielsweise an der Karlwirtkreuzung oder an der General-von-Nagel-Straße, wo die Besucher am Mittwoch auch die drei in Frage kommenden Musterstelen in Augenschein nehmen konnten. Die Beleuchtungselemente sollen zwischen fünf und sechs Meter hoch werden und können weit mehr, als nur "Licht auf den Boden bringen", wie es Seidt formulierte. In alle Modelle könnten zusätzliche Strahler eingebaut werden, mit denen man dann Gebäude, Figuren oder Denkmäler gezielt anstrahlen und betonen könne.

Wie das aussehen kann, zeigte die Lichtplanerin mit mitgebrachten Strahlern am Marienplatz. Hier sollen nach aktuellem Stand künftig 14 Lichtstelen für ein stimmungsvolles Bild sorgen, mit den kleinen Spotlights könnte das Bürgerbüro angestrahlt werden - oder die Maria hoch oben auf ihrer Säule. Dass das einen tollen Effekt hätte, darin waren sich die Teilnehmer des Lichtforums einig. Welche der drei Musterstelen aber ihren Geschmack am ehesten getroffen hat, muss erst die Auswertung der verteilten Umfragekarten zeigen.