Der Verkehrzahlen-Prognose des Jahres 2010 bescheinigt die Genehmigungsbehörde nun "hohe Plausibilität". Deren Ergebnisse könnten nicht dadurch erschüttert werden, dass die Prognose des Jahres 2007 bereits in den beiden Folgejahren keinen Bestand mehr hatte.

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Wörtlich steht im Bescheid: "Eine Prognose wird nicht generell dadurch in Zweifel gezogen, dass sich die Dinge anders entwickeln als prognostiziert."

Weil das Gutachten aus Hamburg den ursprünglichen Genehmigungsantrag lediglich ergänzte und nicht ersetzte, würdigt der Planfeststellungsbeschluss der Regierung von Oberbayern dennoch ausführlich jene Antragspassagen, die den Ölpreis bei 50 Dollar pro Barrel im Jahr 2020 sehen. Erst im weiteren finden sich auch die Szenarien des HWWI und die daraus veränderte Einschätzung der Passagierzahlen.

Ob ein Ölpreis von 103 Dollar pro Fass im Jahr 2020 plausibel ist, wurde von der Genehmigungsbehörde nicht mehr hinterfragt, obgleich namhafte Experten auch das für unrealistisch halten. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung sieht den Ölpreis im Jahr 2020 bei mehr als 200 Dollar pro Fass.

Zudem sagen Geologen eine zunehmende Verknappung der mit konventionellen Mitteln förderbaren Ölfelder voraus. In Zukunft dürfte zunehmend auch Treibstoff aus so genannten Ölsanden gewonnen werden. Diese Technik ist aber bei einem Weltmarktpreis von rund 100 Dollar definitiv nicht rentabel.

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  1. Flughafen rechnet mit Ölpreis von 103 Dollar pro Barrel
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(SZ vom 01.08.2011/tob)