Fotografie Mühlrad und Labyrinth

Ausstellung in der Galerie Drächslhaus

"Was wahr" - automatisch bleibt man bei diesem "h" hängen, das der Fotograf Bernd Sannwald natürlich sehr kalkuliert gesetzt hat in den Titel seiner aktuellen Ausstellung in der Galerie Drächslhaus, Drächslstraße 6. Das "Was" deutet sowohl eine Frage an als auch ein Pronomen, als hätte Sannwald die beiden Wörter aus ihrem Satzzusammenhang herausgeschnitten. Wir wunderbar aber passt das zu seinen Arbeiten, die von Freitag, 13. Januar, an (Vernissage um 19.30 Uhr) bis einschließlich 4. Februar im Drächslhaus zu sehen sind. Sannwald verrätselt das Dargestellte, indem er sich für einen bestimmten Ausschnitt wie hier in den Bildern "Labyrinth" und "Mühlrad" entscheidet. Es sind geheimnisvolle Strukturen und Formen. Oft enthüllen sie sich erst nach dem zweiten oder dritten Blick. Und doch sind sie sehr "wahr"-haftig. Sannwald rückt Dinge in den Vordergrund, die sonst unbeachtet geblieben wären, indem er sie von allem Unnötigen befreit. Womöglich spielt hier sein Brotberuf eine Rolle, Sannwald, 1953 in der Nähe von Stuttgart geboren, ist Allgemeinarzt und hat in München eine Praxis für Psychotherapie. Seit einigen Jahren widmet er sich nun wieder intensiv seiner großen Leidenschaft, der Fotokunst, die er bei namhaften Fotografen wie Jacqueline Esen, Gérard Pleynet und Erwin Geiss erlernte. 2011 eröffnete er ein eigenes Studio (www.berndsannwald.photography). Geöffnet ist die Schau in der Galerie Drächslhaus Mittwoch bis Freitag von 17 bis 19 Uhr, Samstag von 11 bis 13 Uhr sowie nach Vereinbarung.