Ja, er versteht sich zu inszenieren, und er ist vorsichtig genug, ein paar Sicherheitsleute zu beschäftigen, die aufpassen, dass keine unerfreulichen Fotos von ihm gemacht werden. Er weiß genau, wie er in seinem dunklen Sakko, dem weiß-blauen Hemd mit den Blümchen und der weißen Hose auf die Leute wirkt. "Ich habe eine gewisse Scheu, Dinge zu vereinfachen", sagt er draußen vor der Eingangstür, wo es etwas kühler ist. Vergleiche mit dem kürzlich verstorbenen Kollegen Helmut Newton weist er zurück. "Meine Werke sind nicht so aggressiv, ich zeige die Frauen sanfter." Dann tätschelt er zart den Arm einer jüngeren Kolumnisten und murmelt charmant: "Sie könnten morgen mal vorbeischauen, dann machen wir Probeaufnahmen!"
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So oder so ähnlich muss das wohl einige Male gelaufen sein, etwa bei Claudia Schiffer, die in der Ausstellung unter anderem als schmuckbehängte Cleopatra zu sehen ist. Oder bei Lieblingsmodel Tanja Veit, die in Prometheus-Pose nackt an einer spektakulären Steinwand hängt.
Sachs erzählt immer wieder gerne, wie die Mutter des Models bei ihm vorsprach, um die Vorzüge ihrer Tochter anzupreisen, wie er dann neugierig wurde und eine jahrelange gemeinsame Arbeit begann. "Tanja ist jetzt 37, ich würde sie sehr gerne noch mal fotografieren", sagt er. "Ich habe immer ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Models, sie sind sehr anhänglich."
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Kapitalabzug aus Südeuropa
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