Nur durch die Geistesgegenwart eines Flugkapitäns konnte auf dem Münchner Flughafen die Kollision einer landenden Boeing 737 mit einer zweimotorigen Propellermaschine vermieden werden.
Offenbar nur dem Können eines Piloten ist es zu verdanken, dass der Flughafen am Montagabend nicht zum Schauplatz einer Katastrophe wurde. Eine startbereite Propellermaschine ATR 45 der Air Dolomiti war gegen 21.40 Uhr gerade von einer seitlichen Rollbahn auf die südliche Start- und Landebahn gerollt, als hinter ihr eine landende Boeing 737 der KLM aufsetzte.
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Dem 737-Piloten gelang bei Tempo 200 ein Ausweichmanöver auf Höhe null - beide Maschinen schoben sich auf derselben Bahn ohne Kollision aneinander vorbei. Die Deutsche Flugsicherung (DFS), die in diesem Bereich für die Koordinierung der Maschinen zuständig ist, meldete den Beinahe-Crash pflichtgemäß als "schwere Störung" an die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung weiter. Derzeit laufen die Ermittlungen.
Zur möglichen Ursache des Vorfalls will DFS-Sprecher Martin Köppl derzeit ebenso wenig Angaben machen wie zu den betroffenen Flugzeugen. Die Folgen einer Kollision wären in jedem Fall verheerend gewesen: In der Boeing 737-300 befanden sich nach KLM-Angaben 127 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder, eine ATR 45 des Herstellers Aerospatiale/Alenia verfügt normalerweise über 48 Sitzplätze.
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