Flughafen München Zwischenfall in Terminal 2

Auf der Dachterrasse wird gefeiert, unten herrscht Alarmstimmung: Weil ein Passagier am Münchner Flughafen den falschen Weg eingeschlagen hat, musste der Flugbetrieb unterbrochen werden. Die Zehn-Jahres-Feier für das Terminal 2 hat das kaum gestört.

Von Dominik Hutter

Ein Zwischenfall am Münchner Flughafen hat die Zehn-Jahres-Feier für das Terminal 2 überschattet. Weil ein Passagier im Sicherheitsbereich einen Weg eingeschlagen hat, der in dieser Richtung gesperrt ist, musste die Abfertigung in Terminal 2 für etwa eine Stunde unterbrochen werden. In dieser Zeit durfte niemand mehr die Sicherheitsschleusen durchqueren oder in ein Flugzeug einsteigen. Nicht betroffen waren Maschinen, deren Türen bereits geschlossen waren sowie der gesamte Flugbetrieb in Terminal 1.

Der Passagier - den Videoaufnahmen nach handelte es sich um einen etwa 60-jährigen Mann - war nach seinem Flug wie üblich zu den Gepäckbändern gegangen. Dort angekommen, entschied er sich jedoch, wieder zurück in Richtung der Flugsteige zu gehen - ein Weg, der in dieser Richtung nicht zulässig ist, da so Teile des aufgegebenen Gepäcks in Bereiche des Flughafens gelangen können, in denen die strengeren Richtlinien fürs Handgepäck gelten.

Die Türen sind deshalb für diesen Fall mit einem automatischen Alarmsystem ausgerüstet, die Bundespolizei verfügte einen Abfertigungsstopp und machte sich auf die Suche. Der Mann wurde nicht gefunden. Allerdings ergab die Auswertung der Videobilder, dass keine Gefahr bestand, der Fluggast hatte offenkundig nichts an sich genommen, was den Flugbetrieb gefährden könnte. Daraufhin wurde die Sperrung wieder aufgehoben.

Zur gleichen Zeit feierten Flughafen und Lufthansa auf der Dachterrasse das zehnjährige Bestehen von Terminal 2.