Flughafen München Notlandung nach Bombendrohung

Er randalierte auf dem Flug zwischen Brüssel und Antalya, griff eine Flugbegleiterin an und drohte mit einer Bombe. Weil er den Piloten so zu einer Notlandung auf dem Flughafen München zwang, sitzt ein Belgier nun in Untersuchungshaft.

Von Florian Fuchs

Ein Flugzeug musste spät am Sonntagabend auf dem Münchner Flughafen notlanden, weil ein Passagier randalierte und dann mit einer Bombe drohte. Drei andere Passagiere überwältigten den Belgier, der nun in Untersuchungshaft sitzt. Er äußert sich nicht zu seinem Verhalten, eine Durchsuchung des Flugzeugs ergab aber, dass keine Bombe an Bord war.

Bereits kurz nach dem Start des Linienflugs der türkischen Airline "Freebird" von Brüssel nach Antalya begann der 50-Jährige zu randalieren. Er wollte zum Cockpit, wurde aber von der Crew aufgehalten. Er griff deshalb eine Flugbegleiterin an, drei Fluggäste im Alter von 34, 36 und 42 Jahren schritten schließlich ein und überwältigten den Mann.

Zwei der Helfer zogen sich bei der Auseinandersetzung Prellungen zu. Als der 50-Jährige aus Belgien auch noch mit einer Bombe drohte, beschloss der Kapitän, das mit 152 Passagieren und sechs Crewmitgliedern besetzte Flugzeug in München notzulanden. Polizisten nahmen den 50-Jährigen sofort fest, die Maschine wurde evakuiert.

Die Passagiere mussten die Nacht in umliegenden Hotels verbringen. Die Untersuchung und Befragung des Mannes dauert an. Nach Informationen der SZ ist der 50-Jährige wohl psychisch krank.