Flughafen-Chef setzt weiter auf dritte Startbahn "Es ist nicht das letzte Wort gesprochen"
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Die Münchner haben der dritten Startbahn eine Absage erteilt, doch Flughafen-Chef Michael Kerkloh will noch nicht aufgeben - und das Projekt vor Gericht genehmigen lassen. Die entscheidende Frage sei, wie lange sich die Stadt durch den Bürgerentscheid politisch gebunden fühle.
Trotz des vorläufigen Aus für die dritte Start- und Landebahn am Münchner Airport hält Flughafen-Chef Michael Kerkloh an dem Projekt fest. "Wir werden den genehmigungsrechtlichen Prozess in jedem Fall zu Ende führen. Es ist nicht das letzte Wort gesprochen", sagte Kerkloh der Süddeutschen Zeitung (Freitagausgabe).
Kritisiert die "fehlender Zivilcourage": Flughafen-Chef Michael Kerkloh.
(Foto: dpa)Nach dem Abschluss der Gerichtsverfahren werde der Flughafen ein Projekt haben, "das genehmigt ist, gerichtlich überprüft und was gebaut werden kann". Die entscheidende Frage sei dann, wie lange sich die Stadt durch den Bürgerentscheid vom Sonntag politisch gebunden fühle. "Zukünftige Politiker-Generationen könnten das ja anders sehen", erklärte Kerkloh.
Zugleich beklagte der Flughafen-Chef zu wenig Unterstützung durch Politik und Wirtschaft im Vorfeld der Entscheidung. "Wir wissen, dass unser Ausbauvorhaben in der Wirtschaft viele Fans hat", sagte Kerkloh. "Aber von denen waren viele nicht da, als es darauf ankam."
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Dass sich viele Unternehmer nicht engagiert hatten, "lag zum Teil sicher auch an fehlender Zivilcourage". Auch wenn die Ausbaugegner prominente Unterstützer wie die TV-Moderatorin Nina Ruge "gemobbt" hätten, "muss man bei solch einem Projekt auch mal öffentlich Kante zeigen", befand Kerkloh.
Das gesamte Interview lesen Sie am Freitag in der Süddeutschen Zeitung