Der Münchner Maler Florian Süssmayr verbreitet Glamour über Stehausschänke und Klotüren. Ein Rundgang durch die Ausstellung im Haus der Kunst.
Nein, ein großer Redner ist Florian Süssmayr nicht. Doch auch ein so scheuer Künstler wie er muss sich dem Publikum stellen, wenn sein Werk in die Öffentlichkeit rückt. Und so reagiert er zunächst etwas erschrocken auf die Bitte, seine Ausstellung zu kommentieren, tritt dann aber doch ans Mikrofon und versichert, wie glücklich er sei "hier ausstellen zu können".
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Lange Zeit wollte der gebürtige Münchner seine Bilder überhaupt nicht zeigen. "Erst als klar war, dass ich der Malerei nicht entkomme, hat sich das geändert", hat er einmal gesagt. Und so organisierte er seine eigenen Ausstellungen, zeigte den Zyklus "Beirut" 1999 im Münchner Stadtmuseum, ein Jahr später die Serie "Stehausschänke" im Münchner Hauptbahnhof.
Heute hängen seine Werke in der Ehrenhalle im Haus der Kunst und bilden in ihrer rotzigen Unerschrockenheit einen wohltuenden Gegensatz zum Pathos der ehemaligen Propagandaräume des Dritten Reichs. "Ich wollte nicht kommentieren, ich wollte meine Bilder einfach hier reinnageln, ob es passt oder nicht", sagt er. "Und letztlich passen sie hier doch gut rein".
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