"Wir predigen ja Christus als den Gekreuzigten", sagt Andreas Hiltmann, der Kunstbeauftragte der evangelischen Landeskirche. Also muss Christus auch in der Kirche sichtbar sein - ganz klar.
So klar ist das aber gar nicht. Seit dem Zweiten Weltkrieg, erklärt Hiltmann, sei in den protestantischen Gemeinden der Wunsch "sehr stark, den Kirchenraum nicht durch den leidenden Christus bestimmen zu lassen". In vielen katholischen Kirchen der Nachkriegszeit ist es ähnlich. Man sucht eher nach einer österlichen Symbolik - zeigt etwa nur das Balkenkreuz mit einer goldene Scheibe dahinter, die für Sonne und Hoffnung steht.
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Oder ein abstraktes Stehkreuz in Silber, wie es beispielsweise in der Aschheimer Kirche aufgestellt ist. Kleine Kruzifixe sind aber dennoch auch in protestantischen Kirchen zu finden. Sie liegen auf dem Altar. Je nach Bedarf, sagt Hiltmann, könne man sie aber auch an den Ambo stellen "oder ganz aus der Kirchen nehmen".
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