Nach dem Oktoberfest-Besuch geht die Party erst richtig los. Gleich mehrere Lokalitäten laden zur Afterwiesn. Ein Besuch dort, wo die Nächte lang werden.
Auf einmal geht alles ganz schnell. Gerade liegt die regennasse Straße der Theresienhöhe noch verlassen da, als plötzlich alle Wiesnbesucher gleichzeitig aus den Zelten zu strömen scheinen und orientierungslos auf die Straßen diffundieren. Kleine Trachtengrüppchen beraten sich, wo es nun hingehen soll. Polizeiliches Blaulicht blinkt. Gleichzeitig beginnt der Taxikrieg: Wildes Wenden hier, Rufe und erhobene Arme dort, Gedrängel und Geschrei.
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Vor dem rosa angestrahlten Hacker-Pschorr Bräuhaus an der Theresienhöhe stehen Zelte und Absperrgitter, Partymusik von drinnen lockt die umherirrenden Menschen zum "Wiesnclub", sofort entsteht eine Schlange, denn nicht jeder darf rein. Es ist genau 23 Uhr, die gemeinhin so genannte "After-Wiesn" beginnt, und die Münchner Clubs werden von tausenden rotäugigen Menschen belagert, die sofort weiterfeiern wollen.
Eine Stunde vorher, in der Schrannenhalle: Die Kellner bereiten sich auf "den Wahnsinn" vor, wie es ein Security-Mann ausdrückt. Auch hier wird es schon um elf eng. Zuvor ist die Stimmung wie in einem Flughafen-Terminal: In den Restaurants gucken die wenigen Gäste Fußball auf den Monitoren, gemütlich dudelt "The Ring of fire".
Warmschlendern für den Wahnsinn
Hamid Ouaffi stellt hinter seiner Bar an der Tanzfläche Whiskeyflaschen auf. Der 27-Jährige genießt die Ruhe vor dem Sturm. Bei ihm gibt es Cocktails und Flaschenbier, auch die Maß wird ausgeschenkt. Diskolichter wandern über eine leere Tanzfläche. Ein Rosenverkäufer schlendert sich warm, DJ Hyni spielt sich warm. "Ich bringe später nur Wiesnhits", sagt der 44-Jährige. "Und ich kann die Stimmung aus den Zelten hier noch locker toppen." Mal sehen.
Um halb zwölf ist DJ "P" im Bräuhaus an der Theresienhöhe zufrieden. Von seiner Kanzel aus überblickt er sein Reich, das sich innerhalb von 15 Minuten gefüllt hat. Schnell noch ein Stück Pizza, von jetzt an muss er bis 4 Uhr durcharbeiten.
Er spielt keinen einzigen Wiesnhit, nur Disko. Es gibt auch keine Maß. Keine Bierzeltimitation, sondern ein Club soll es sein. Das Publikum hat normales Disko-Alter. Auf der Tanzfläche wird sehr ausgelassen getanzt - die Gäste scheinen sich sehr zu freuen, dass sie nun endlich mehr Platz haben als ein paar Quadratzentimeter auf einer Bierbank.
Wer kein Geld für das Taxi zum Kunstpark ausgeben will, geht einfach über die Straße zum Bräuhaus, dafür zahlt er hier zehn Euro Eintritt. Ein englischer Tourist Gast fragt am Eingang erstaunt nach: "Ten Euro?" "That's Munich!", antwortet die schlagfertige Kassendame.
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Analyse des DFB-Kaders
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der peinlichste Ort wo man sich in München aufhalten kann.