Der mutmaßliche KZ-Wächter Demjanjuk hat einen neuen, deutschen Verteidiger eingeschaltet. Auch dieser fordert den Stopp der Abschiebung.
Im Fall des mutmaßlichen KZ-Wächters John (Iwan) Demjanjuk bahnt sich eine neue Entwicklung an. Der 89-Jährige hat in Deutschland einen zweiten Anwalt eingeschaltet. Ulrich Busch, Strafverteidiger aus Ratingen, fordert die Staatsanwaltschaft und das Bundesjustizministerium auf, die beabsichtigte Überstellung Demjanjuks nach München sofort zu stoppen.
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John Demjanjuk wird vorgeworfen, während des zweiten Weltkriegs im Vernichtungslager Sobibor Juden in Gaskammern getrieben zu haben. (© Foto: AP)
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Busch sieht nicht nur die Menschenwürde des 89-Jährigen verletzt. Er hält das Prozedere für eine "Umgehung" der Gesetze. Im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung kündigte er an, die Staatsanwaltschaft und das Bundesjustizministerium vor dem Verwaltungsgericht zu verklagen, sollte die Abschiebung nicht verhindert werden.
Für Anwalt Busch ist die Überstellung Demjanjuks nicht nur Sache der USA. Die deutschen Behörden könnten sich nicht einfach aus ihrer Verantwortung stehlen, indem sie auf ein förmliches Auslieferungsgesuch verzichteten. Ein solches biete Demjanjuk aus rechtlicher Sicht viele Einspruchsmöglichkeiten. Bei einer einfachen Abschiebung aus den USA könne er dagegen in Deutschland keine Rechte geltend machen.
"Der fällt der Staatsanwaltschaft hier in den Schoß wie eine reife Frucht", kritisiert Busch. Für seinen "schwerkranken" Mandaten gelte die Unschuldsvermutung. Dazu gehöre die Einhaltung seiner Rechte und seiner Menschenwürde. "Was passiert denn, wenn er hier freigesprochen wird, die USA ihn aber nicht mehr zurücknehmen?", fragt Busch. "Ich fordere die Behörden auf, ihn in Frieden sterben zu lassen."
Entscheidung in Virginia
Am heutigen Mittwoch wird sich im fernen Falls Church im US-Staat Virginia das weitere Schicksal von Demjanjuk entscheiden. Bis Mitternacht Ortszeit müssen seine Anwälte ihre Einwände gegen die vorläufig nur aufgeschobene Abschiebung Demjanjuks dem Ausschuss für Einwanderungsfragen (Board of Immigration Appeals, BIA) mit Sitz in Falls Church vorlegen. Das BIA ist sozusagen die Berufungsinstanz, seine Entscheidungen, gefällt von einem elfköpfigen Richter-Gremium, sind formal endgültig. Als letzte Instanz stünde unter Umständen noch der Weg zum obersten Gericht (Court of Appeals) offen.
Demjanjuks amerikanische Anwälte hatten zunächst einen Einzelrichter in Virginia angerufen, und dieser hatte die für vergangenen Montag geplante Abschiebung gestoppt. Am selben Tag revidierte er seine Meinung und erklärte sich für nicht zuständig. Gleichzeitig gewährte er den Anwälten eine Frist bis zum 8. April. "Da stehen einem ja die Haare zu Berge", kommentiert ein erfahrener deutscher Strafverfolger den Vorgang. Der Ermittler, der nicht genannt werden will, hält es für nicht nachvollziehbar, dass ein "eigentlich nicht zuständiger Richter trotzdem eine Frist festlegt".
Vorbereitungen zur Aufnahme abgeschlossen
Demjanjuks US-Anwälte zielen in ihren Anträgen in zwei Richtungen. Zum einen wollen sie einen weiteren Aufschub der Abschiebung erreichen, zum anderen greifen sie das gesamte Abschiebeverfahren an und fordern seine Revision. Das BIA hatte sich schon einmal, 2006, mit dem Fall Demjanjuk befasst. Damals ging es allerdings nicht um die Abschiebung nach Deutschland sondern in die Ukraine. Seit 2008 ist die Abschiebeverfügung rechtskräftig.
Mit der Bereitschaft Deutschlands, Demjanjuk aufzunehmen und hier ein Verfahren gegen ihn zu führen, ändert sich aus Sicht der US-Anwälte die Situation. Sie bemängeln, dass zum Zeitpunkt der Abschiebeverfügung Deutschland als Aufnahmeland noch gar nicht zur Diskussion stand und auch von einem Prozess keine Rede war.
Wenn das BIA am Mittwoch entscheidet, Demjanjuk keinen weiteren Aufschub zu gewähren, könnte er unter Umständen sofort in ein Flugzeug gesetzt werden. "Sobald eine Entscheidung gefallen ist, werden wir Herrn Demjanjuk außer Landes schaffen", sagt eine Sprecherin der amerikanischen Einwanderungsbehörde, die ebenfalls ungenannt bleiben will.
Die Vorbereitungen für die Aufnahme Demjanjuks in München sind nach Informationen der Süddeutschen Zeitung bereits abgeschlossen. Bei dem Flugzeug soll es sich nicht um eine Linienmaschine handeln, sondern um eine Maschine mit besonderer Einrichtung zum Transport von Kranken. Die Maschine soll in einem abgesicherten Bereich des Münchner Flughafens abgestellt werden, die Vorbereitungen dazu sind abgeschlossen.
Der von der Münchner Staatsanwaltschaft im März ausgestellte Haftbefehl würde Demjanjuk wahrscheinlich noch im Flugzeug überreicht. Der Vorwurf lautet auf Beihilfe zum Mord in 29000 Fällen. Als 23-Jähriger soll 1943 im Vernichtungslager Sobibor (Polen) als Aufseher Juden in die Gaskammern getrieben haben.
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(SZ vom 08.04.2009/brei)
Studie zur Beliebtheit der Deutschen
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Es war nicht schön was damals passierte, aber es nie schön was in Kriege geschehen ist und noch geschehen wird.
Nur nach sovielen Jahren sollte man endlich aufhören in der Vergangenheit weiter zu rühren. Die jenigen die dabei waren mußten vielleicht so handeln, sonst wären sie schon damals an die Wand gestellt worden und es wird wohl jeden so gehen, wenn man um das eigene Leben oder der Angehörigen bangt, daß man dann Befehle ausübt.
Wir die nicht Beteiligten können uns doch da gar nicht rein denken. Jedes Land hat Verbrechen in Kriegszeiten begangen , alle waren sie Beteiligt , immer wird im Krieg vergewaltigt und getötet, gespitzelt, seit Menschengedenken ist es so.
Und die Amis haben genug vor der eigenen Türe zu kehren, ob Japan, Korea, Indianer oder Vietnamkriege.Nicht in Vergessenheit soll man es geraten lassen, aber was können Kinder und Enkel denn für die Taten der Eltern. Und noch weiter die vielen Juden die ausgewandert nach Amerika sind, deren Kinder heute noch Geld und Tribut wollen, sollen doch erst einmal aufhören Krieg gegen andere zu führen, das ist auch schändlich. Ebenso ist verwerflich daß eine Bundesregierung die Ihre angebliches Grundgesetz der DDR aufstülpte über Stasileute gerichtet hat, obwohl einige in der Regierung schon damals auch Informanten waren. Deutschland ein Land voll Christen? Derjenige der keine Schuld hat werfe den ersten Stein... also alles unschuldige hier?Natürlich ,den die Alten die das angezettelt haben leben nicht mehr, und die anderen können nicht ewig dafür büssen.Bei allem schrecklichen was passiert sagt ein guter Psychologe, schauen sie vorwärts nicht zurück aber Deutschland wältzt sich in Schlamm der Vergangenheit und hat offensichtlich dabei auch noch Genugtung.
Bei vielen ehemaligen NS-Verbrechern haben Gerichte entschieden, dass sie nicht schuldig sind, obwohl die Zeugen das Gegenteil aussagten.
Wenn man sich den ARTE-Film: "Die Geschichte der CIA 1/18" in 18 Teilen auf Youtube ansieht, weiß man dann warum.
Selbst Klaus Barbie wurde von der CIA benützt und kam erst nach vielen Jahren vor Gericht.
Zusätzliches Material auf Youtube:
Artischocke - Gehirnwäsche
und
MK-Ultra Mindcontrol
Ein Buch für alle, die es nicht glauben: Naomi Klein: Die Schockstrategie!
Deshalb muß Demjanjuk vor Gericht!
Schlimm, in meiner Nachbarschaft wohnen alte Leute, die sich darüber aufregten, dass Asylanten und Einwanderer lt. EU jetzt Hartz IV erhalten sollten, so wie es die Bild-Zeitung darstellte. Aber mit Demjanjuk hatten diese alten Leute aufrechtes Mitleid und schimpften weiter auf die ganzen Ausländer......
Ich sage hierzu: Armes Deutschland! Nichts dazugelernt und der alte braune Sumpf macht sich weiterhin breit und dehnt sich aus! 5,2 % Jugendliche sind rechtsradikal eingestellt und die Gefahr: Sie gehen zur Wahlurne! Die gleichen alten Leute regen sich nicht über die Finanzkrise auf - deren Kinder waren bei den Versicherungen und Banken beim Zocken dabei!
Jetzt soll mit Bild-Schlagzeilen von der Finanzkrise abgelenkt werden und mit Demjanjuk wird Mitleid gezeigt! Aber Hallo!
An srb70. Du und noch ein paar andere Leser sind der Meinung das Er Demjanjuk Schuldig ist,ist dir in diesen Artikel einmal aufgefallen das er in den USA und in Israel vor Gericht stannt und man Ihm keine Schuld nachweisen konnte? Ich und auch viele anderen Leser kommen zu den Ergebniss das ein Prozess, solle Er halbtot in Deutschland ankommen,damit weder der Gerechtigkeit noch sonstwie jemanden geholfen wird. Es ist der vorauseilende Gehorsam, in einigen Bereichen unser Gesellschaft,die zu Feige ist auch einmal nein zu sagen. Nachtrag: es ist Unmoeglich heute zu behaupten er ist Schuldig oder nicht Schuldig.
...schrieb der pensionierte ehem. AbtPräsident im BuKrimAmt/Wiesbaden, Dr. Wolfgang
Steinke, "daß vor mehr als 15 Jahren zwei israel. Wissenschaftler bei ihm erschienen,
einen angeblichen Dienstausweis Demjanjuks vorlegten und ihn um ein Gutachten
baten, ob dieser echt sei. Er (Dr. Steinke) fuhr mit den beiden Israelis eine Woche in
Deutschland umher, wobei sich mehrere Ungereimtheiten bezüglch der Echtheit des
Dienstausweises ergaben, Dr. S. daraufhin gegenüber Isarael erklärte, das BKA sehe
sich nicht in der Lage, ein Echtheitsgutachten zu erstellen, da der Verdacht einer Fäl=
schung hoch begründet sei." Schlußsatz des Leserbriefes: "Wer auch immer mit dem Fall jetzt befaßt sei, mag sich an den damaligen Untersuchungen des BKA orientieren."
Die "Zentralstelle" in Ludwigsburg mochte sich offenbar nicht daran halten, sondern
hat im vorauseilenden Gehorsam dem Staat Israel gegenüber, der Iwan D. schon aus
Mangel an Beweisen freisprach, sich zum "Erfüllungsgehilfen" gemacht, koste es den
dt. Steuerzahler was es eben kostet, also jeden Preis! EIn trauriges Beispiel dt.
"Souveränität" fürwahr!
"Busch sieht nicht nur die Menschenwürde des 89-Jährigen verletzt."
Wenn dieser mutmaßliche KZ-Wächter schon angeblich so unschuldig, dann hätte er durch sein Antreten in München nichts zu verlieren, ganz im Gegenteil. Das er nicht kommt läßt den Schluß zu, daß er wirklich diese unsagbaren Verbrechen begangen hat.
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