Von Claudia Wessel

Großer Fahndungserfolg: Die Münchener Polizei drei Drogendealer festgenommen - und stellte 12,5 Kilogramm Heroin sicher.

Dem Münchner Rauschgiftdezernat ist einer der größten Erfolge der letzten fünf Jahre gelungen. Am Dienstag wurde der Albaner Naser B., 44, in einer Tiefgarage in der Nähe seiner Wohnung im Münchner Osten festgenommen, als er gerade eine Lieferung von elf Kilogramm Heroin in Empfang nehmen wollte.

Elf Kilogramm Heroin waren im Tank eines Autos versteckt, eineinhalb Kilo lagerten beim Haupttäter im Keller. An Bargeld wurden bisher nur 16.000 Euro sichergestellt. (© Foto: Robert Haas)

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Auch für die beiden Lieferanten im Alter von 33 und 35 Jahren, sie sind, wie der Haupttäter, Albaner aus dem Kosovo, klickten die Handschellen. Naser B. kann der Handel mit insgesamt rund 35 Kilogramm Heroin nachgewiesen werden. Ebenfalls am Mittwoch wurde bekannt, dass Ingolstädter Fahnder 26 Kilogramm Kokain auf der A9 sichergestellt haben. Mehr dazu gibt die Polizei am Donnerstag bekannt.

Auf die Spur von Naser B., der bislang nur wegen kleinerer ausländerrechtlicher Vergehen aufgefallen war, kamen die Fahnder durch die in München angewandte Strategie, auch bei ganz normalen Routinekontrollen auf potentielle Straftäter zu achten. Bei einer solchen Überprüfung war im Dezember ein Mann mit 500 Gramm Heroin festgenommen worden. Bei dessen Befragung fiel dann auch der Name von Naser B., der daraufhin über einen längeren Zeitraum beobachtet wurde.

Schon am 28. Januar hatte man auf die Chance zum Zugriff gehofft, denn für diesen Termin war eine größere Lieferung an Naser B. angekündigt. Diese kam jedoch nie an. Gleichzeitig wurden in Oberösterreich zwei ungarische Drogenkuriere mit rund 14 Kilogramm Heroin abgefangen.

Die Polizei schloss daraus, dass diese Ware für Naser B. bestimmt war. Die nächste Lieferung war dann für den 16. Februar angekündigt und kam am 17. Februar. Dass die Übergabe der brisanten Fracht ganz unspektakulär ablief, erklärt der Leiter des Rauschgiftdezernats Armin Aumüller. "Naser B. bekam einen Anruf, dann traf er die Lieferanten ganz in der Nähe seiner Wohnung in deren Auto." Sie fuhren in die Tiefgarage, um den Deal abzuwickeln. Doch dort schlugen die Fahnder zu.

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