Der 21-Jährige Ujal R. tötete seine Adoptivmutter mit einem Messer. Im Prozess wird er für schuldunfähig erklärt. Der Täter muss nun in die Psychiatrie.

Der 21-jährige Ujal R., der seine Adoptivmutter im Schlaf mit einer Küchenschere erstochen hat, wird in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Die 12. Strafkammer des Landgerichts München I geht davon aus, dass der junge Mann im Zustand der Schuldunfähigkeit gehandelt hat. Rechtskräftig ist das am Mittwoch gesprochene Urteil noch nicht. Der Prozess hatte unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden.

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Wie berichtet, soll Ujal R. im August vergangenen Jahres die 71-jährige Anja R. mit 21 Stichen getötet haben. Die Frau verblutete im Bett. Anschließend rief der Sohn selbst die Polizei und gab später zu Protokoll: "Ich habe gerade meine Mutter getötet." Wegen Mordes war Ujal R. nicht angeklagt, da auch die Staatsanwaltschaft davon ausging, dass er zur Tatzeit an einer psychotischen Störung litt.

Anja R. hatte 1992 drei Geschwister, darunter Ujal, aus einem katholischen Waisenhaus in Bangladesch geholt. Die Behörden rieten damals davon ab, weil sie nicht sicher waren, ob die alleinstehende und damals schon über 50 Jahre alte Frau dem Unterfangen gewachsen sei. Die religiöse Frau, Ärztin von Beruf, soll später immer wieder mit ihrem Adoptivsohn aneinandergeraten sein.

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(SZ vom 07.07.11/benK)