Bereits am Freitag haben die ersten Demonstrationen gegen die Münchner Sicherheitskonferenz begonnen. 300 statt der erwarteten 1000 Demonstranten fanden sich auf dem Münchner Marienplatz ein. Mit Video.

Die Demonstrationen gegen die Münchner Sicherheitskonferenz haben am Freitag friedlich begonnen. Unter dem Motto "Gegen die Nato-Kriegstagung" versammelten sich am späten Nachmittag rund 300 statt der erwarteten 1.000 Demonstranten auf dem Münchner Marienplatz.

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Zuvor waren 100 Anhänger der Sozialistischen Jugend durch die Innenstadt gezogen. Die Polizei nahm drei Teilnehmer wegen Zeigen des Hitlergrußes, Beleidigung und sogenannter Schutzbewaffnung fest. "Bisher hatten wir keinerlei Probleme", sagte Polizeisprecher Wolfgang Wenger.

Der iranisch-deutsche Publizist Bahman Nirumand griff US-Präsident Bush als Kriegstreiber und Lügner an und warf der afghanischen Regierung Korruption vor. Sarah Seeßlen vom Münchner Bündnis gegen Rassismus und Krieg sagte, bei der Sicherheitskonferenz plane die Rüstungslobby "bei Kaviar und Hummer die nächsten Kriegseinsätze".

Für Samstag riefen Attac und verschiedene linke Organisationen zu einer Großkundgebung auf. Die Polizei erwartet 5.000 Teilnehmer, darunter 500 gewaltbereite Autonome. Die Polizei, die die internationale Konferenz auch als mögliches Ziel islamistischer Terroristen sieht, ist mit insgesamt 3.700 Beamten im Einsatz.

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(AP/gba/Video: Marcel Kammermayer)