SZ-Adventskalender Kein Geld für Fahrt zu den Kindern

Harald B. ist knapp bei Kasse und kann die Zugtickets nicht bezahlen

Von Regina Bluhme, Erding

Das Geld ist knapp bei Harald B. (alle Namen geändert). Er muss auf vieles verzichten, aber am schlimmsten ist für ihn, dass das Geld nicht reicht für regelmäßige Fahrten zu seinen beiden Kindern, die bei der Mutter in Regensburg leben. Dabei schien das Leben von Harald B. zunächst in geregelten Bahnen zu laufen. B. hat eine Ausbildung als Bürokaufmann absolviert. Den Beruf konnte der heute 38-Jährige aber nicht ausüben, weil er an einer schizophrenen Psychose erkrankte. Mit Hilfe des Betreuten Einzelwohnens der Caritas lebt er mittlerweile weitgehend selbständig in einem kleinen Apartment im Landkreis. Aufgrund seiner Erkrankung kann er seinen erlernten Beruf nicht ausüben, er muss mit sozialer Grundsicherung auskommen. Aus einer früheren Beziehung hat er zwei Kinder, die mit der Mutter in Regensburg leben. Gerne würde er seine Kinder zumindest einmal im Monat besuchen. Die Kinder wünschen sich das sehr und auch die Mutter hat nichts gegen den regelmäßigen Kontakt einzuwenden. Eine monatliche Zugfahrt nach Regensburg kann sich Harald B. aber nicht leisten. Der Adventskalender für gute Werke der Süddeutschen Zeitung will den 38-Jährigen die Fahrten zu seinen beiden Kindern ermöglichen.