Nacht der Künste Hindemith trifft auf Skyfall

Peter Pichler spielt in der Nacht der Künste das Mixturtrautonium mit dem man sogar mehrstimmige Klänge erzeugen kann.

(Foto: Kevin Rieseneder; oh)

Die Kreismusikschule Erding veranstaltet eine Nacht der Künste und präsentiert dabei Stücke für das Trautonium.

Von Ira Hendricks

"Es kribbelt schon", sagt Peter Hackel, stellvertretender Schulleiter der Kreismusikschule Erding. Am Freitag, 13. März findet in der Kreismusikschule die Nacht der Künste statt. Musiker, Tänzer, Künstler und Dichter treffen zusammen, um einen künstlerisch vielseitigen Abend zu gestalten. "Unsere Musikschule ist an diesem Abend eine zentrale Begegnungsstätte für Kunstschaffende jeglicher Art", sagt Bernd Scheumaier, Schulleiter der Kreismusikschule. Von 19 Uhr bis etwa 24 Uhr treten 17 verschiedene Ensembles, Künstler und Tänzer auf und Autoren halten Lesungen. Diese verteilen sich auf die fünf Räumlichkeiten Aula, Konzertsaal, Mozartsaal, Spiegelsaal und Jazzkeller. "Die verschiedenen Programmpunkte laufen hintereinander und teilweise parallel. Jeder kann sich sein individuelles Konzertprogramm zusammenstellen und die Aufführungen anschauen, die ihn interessieren", erklärt Hackel.

Ein Höhepunkt des Abends ist das Konzert des Symphonieorchesters, unter der Leitung von Veronika Marschall, zusammen mit Peter Pichler am Mixturtrautonium um 21.15 Uhr im Konzertsaal. "Das Trautonium ist ein elektronisches Instrument und ein Merkmal der Neuen Musik", sagt Hackel. Das Symphonieorchester spielt das Stück Skyfall von Adele und Peter Pichler spielt ein Stück von Hindemith. "Da treffen zwei Welten aufeinander, aber genau das wollen wir", sagt Hackel.

Nicht nur die Kombination der verschiedenen musikalischen Richtungen ist etwas besonderes, sondern auch die Aufführung eines Stückes von Hindemith. "Dieser ist einer der wenigen Komponisten gewesen, der für das Trautonium komponierte. Ein Stück von Hindemith aufzuführen ist etwas besonderes. Da Hindemith noch nicht länger als 70 Jahre tot ist, kann man diese Noten nicht so einfach kaufen und überall aufführen", erklärt Scheumaier. "Deswegen mussten wir die Aufführungsrechte bei der Gema erwerben. Und ein Trautonium zu hören ist eine einmalige Gelegenheit", sagt Hackel. Des weiteren tritt auch das Gitarrenorchester mit "Empty Net" auf. Ein Projekt, das um 19.15 Uhr im Konzertsaal uraufgeführt wird. Peter B. Heim wird eine Lesung aus "Pet erklärt die Welt" um 22.15 Uhr im Spiegelsaal halten und im Jazzkeller gibt es ab 20.15 Uhr ein "Workshop-Konzert" mit Teilnehmern des Band-Projektes unter der Leitung von Stefan Arden, Dieter Geitz und Arno Haselsteiner.

Der Kunstverein Erding wird im Konzertsaal Inspirationen von den Besuchern und der Musik sammeln und diese zeichnerisch zu Papier bringen. Nicht nur das Konzertprogramm ist etwas besonderes, sondern auch das Catering. Martin Klinger bereitet ein Chili con Carne à la Granados, den Eintopf Hindemith und Crêpes Rossini/Skyfall zu. "Wir wollen eine Querverbindung zwischen Essen und Musik schaffen. Vielleicht schmeckt den Leuten Hindemith nicht so gut, dafür der Eintopf Hindemith umso mehr", scherzt Hackel. Der Beirat der Musikschule richtet außerdem ein Kuchenbuffet an. Interessierte aller Altersstufen sind eingeladen. Der Eintritt und das Essen sind kostenfrei, die Kreismusikschule freut sich aber über freiwillige Spenden.