Halamoda zweiter Vorsitzender Azubi-Wohnheim soll Mitarbeiter anlocken

Die Vorstandschaft des Gewerbevereins bei der Jahreshauptversammlung: Josef Nunberger (Beisitzer), Josef Maier (Kassier), Christine Hertl (Beisitzerin), Petra Hoehl (Schriftführerin, Pressesprecherin), Gerhard Halamoda (2. Vorsitzender), Dirk Urland (1. Vorsitzender), Günther Pech (Beisitzer). Es fehlt Jörg Oehrig (Beisitzer).

(Foto: oh)

Gewerbeverein Erding startet Fragebogenaktion bei Betrieben und will Ende Mai erste Ergebnisse vorlegen

Von Regina Bluhme, Erding

Es tut sich was beim Projekt "Auszubildenden-Wohnheim, das unter der Federführung des Gewerbevereins Erding entstehen soll. Bei der Jahreshauptversammlung gab Vorsitzender Dirk Urland bekannt, dass eine eigene Arbeitsgruppe soeben Fragebögen an alle Erdinger Ausbildungsbetriebe verteilt habe, um unter anderem Bedarfszahlen und Finanzierungsmöglichkeiten zu ermitteln. Ende Mai sollen dann die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Bei dem Treffen wurde zudem Gerhard Halamoda als zweiter Vorsitzender neu in den Vereinsvorstand gewählt.

Das Thema Azubi-Wohnheim wird schon länger diskutiert. Im Landkreis Erding können sich viele Lehrlinge kaum eine Wohnung leisten, die Betriebe suchen aber händeringend Mitarbeiter und hoffen, dass ein bezahlbares Zimmer Auszubildende anlockt. Der Gewerbeverein will "als Moderator und gemeinsam mit Stadt und Wirtschaft den Bedarf ermitteln und Konzepte entwickeln", heißt es in einer Pressemitteilung. Dazu müsse "ein Austausch bei vielen unterschiedlichen Partnern erfolgen", betont Dirk Urland.

Erdings Oberbürgermeister Max Gotz hatte ja in der Vergangenheit bereits signalisiert, dass die Stadt für das Projekt ein relativ kostengünstiges Grundstück in Erding zur Verfügung stellen könne. Noch ist aber nichts spruchreif, erklärt auf Nachfrage Günther Pech, Leiter des Stadtmarketing und Beisitzer im Gewerbeverein. Laut Pech werden rund 160 Erdinger Betriebe mit einem oder mehr Auszubildenden angeschrieben. Sie sollen in den nächsten zwei Wochen Auskunft geben zum Beispiel über die Zahl und Alter der Auszubildenden. Die Ergebnisse müssten ausgewertete und "in ein Konzept gegossen" werden, fügt Pech hinzu. Gespräche mit der IHK und dem Handwerk sind geplant, eine erste Runde mit Vertretern der Industrie, der Stadt und dem Gewerbeverein hat bereits stattgefunden.

OB Max Gotz bedankte sich in der Jahreshauptversammlung für die Organisation der Gewerbetage im vergangenen Jahr, "ein Highlight", wie er sie nannte. Diese Form der Präsentation sollten im kommenden Jahr ruhig noch mehr Firmen nutzen, so Gotz. Kassier Josef Maier konnte vermelden, dass die Gewerbetage sogar ein kleines Plus erbracht hätten. Der Betrag soll dem "Haus der Begegnung" zugute kommen. Bei der Diskussion um die Ansiedlung neuer Gewerbegebiete wünschte sich Gotz, dass der Verein "mehr Stellung beziehen" solle, als "Partner der Stadt Erding".

Die Neuwahlen des Vorstands ergaben folgendes Ergebnis: Dirk Urland wurde als Vorsitzender wiedergewählt, auf den verstorbenen Anton Michl folgt Gerhard Halamoda, Kassier bleibt Josef Maier, Schriftführerin und Pressereferentin ist Petra Hoehl, die Beisitzer heißen Christine Hertl, Josef Nunberger, Jörg Oehrig und Günther Pech. Die Revisoren Ralf Hentschel und Jörg Peczkowski wurden ebenfalls im Amt bestätigt.