B 15 neu Nachtarock in Mühldorf

Erneut Widerstand aus dem Landkreis Mühldorf: Die politische Diskussion um den Bau der B 15 neu flammt wieder auf.

Von Thomas Daller

Die politische Diskussion um den Bau der B 15 neu flammt wieder auf. Nachdem Ende Januar bei einem Gespräch von Politikern aus den betroffenen Landkreisen mit Ministerpräsident Horst Seehofer ein Kompromiss gefunden wurde, gibt es nun erneut Widerstand aus dem Landkreis Mühldorf: Um den Neubau der B15 durch Oberbergkirchen, Heldenstein und Reichertsheim zu verhindern, haben die Fraktionen von UWG, Grünen, WGW und ÖDP einen gemeinsamen Antrag an den Mühldorfer Kreistag gestellt.

Ziel soll es sein, eine eindeutige Haltung des Kreistags gegen die B15 neu herbeizuführen. Sie fordern eine außerordentliche Kreistagssitzung am 17. April, bei der der Kreistagvon Mühldorf den Initiatoren folgen soll: "Der Landkreis lehnt die Aufnahme der B15 Neu südlich der A92 in den Bundesverkehrswegplan ab", heißt es in den Anträgen. Die Fraktionen fordern stattdessen den Ausbau der bestehenden Trasse mit Ortsumfahrungen.

Dieser erneute Vorstoß aus Mühldorf erfordert nach Ansicht von Landrat Martin Bayerstorfer Gegenmaßnahmen aus dem Landkreis Erding. Bayerstorfer war es bei dem Gespräch in der Staatskanzlei gelungen, dass man sich auf den aktuellen Kompromiss verständigt hatte. Demnach wurde neben dem Ausbau der bestehenden B 15 mit Ortsumfahrungen durch den Landkreis Erding auch die ursprünglich raumgeordnete Trasse durch den Landkreis Mühldorf als Korridor für den Bundesverkehrswegeplan gemeldet. Damit sei auch der Mühldorfer Landrat Georg Huber einverstanden gewesen.

Bayerstorfer will auf die Initiative aus Mühldorf nun mit gleicher Münze zahlen: Auch in Erding sollen sich die politischen Gremien erneut positionieren und den Bau der raumgeordneten Trasse fordern. Ein Ausbau der bestehenden Trasse durch den Landkreis Erding sei nicht genügend leistungsfähig, sagte Bayerstorfer. Bereits in der Sitzung des Ausschuss für Struktur, Verkehr und Umwelt am 23. März steht das Thema auf der Tagesordnung.