Dorfen Michael Mittermeier kommt nach Dorfen

Der deutschlandweit bekannte Comedian kehrt für einen Auftritt zurück in seine Heimat. Die Karten für die Show im Jakobmayer dürften schnell ausverkauft sein

Florian Tempel

Michael Mittermeier Michael Mittermeier Pressefoto zu seinem neuen Programm Blackout.

(Foto: Sven Bänziger/oh)

Der Comedian Michael Mittermeier kommt vor dem Start seiner Bühnentournee 2013 zu einem Vorabgastspiel nach Dorfen. Am Donnerstag, 7. März, wird der geborene Dorfener um 20 Uhr im Kulturzentrum Jakobmayer im "Trainingslager dahoam" sein neues Solo-Programm "Blackout" vorstellen. Eintrittskarten gibt es ausschließlich bei einem Sonderverkauf im Jakobmayer am Samstag, 26. Januar, um 12 Uhr.

Dass Michael Mittermeier in seiner Heimatstadt live zu sehen war, ist schon etliche Jahre her. Der 1966 geborene Komiker und Kabarettist, Sohn des Dorfener Profi-Auktionators Sepp Mittermeier und Bruder des Kabarettisten Alfred Mittermeier, begann seine Bühnenkarriere einst in der Dorfener Kleinkunstkneipe "Soafa", deren damalige Wirtin Birgitt Binder heute eine der beiden Managerin des Jakobmayer ist. Als die Karriere von Michael Mittermeier, der Anfang der neunziger Jahre in München Politologie und Amerikanistik studiert und eine Magisterarbeit über "Amerikanische Stand-up-Comedy" geschrieben hat, mit dem Soloprogramm "Zapped" 1996 steil bergauf ging, war er bald nur noch in großen Hallen und im Fernsehen zu sehen.

Für Binder ist der nun mit Mittermeier vereinbarte Auftritt in Dorfen ein weiterer Veranstaltungshöhepunkt, seit der Jakobmayer im November 2011 eröffnet hat. Angesicht der Beliebtheit Mittermeiers rechnet sie beim Kartensonderverkauf mit einem ähnlich großen Ansturm auf die nur etwa 240 Plätze wie beim Gastspiel der Biermösl Blosn, die zur Eröffnung des Jakobmayer in Dorfen einen ihrer letzten Auftritte vor ihrer Auflösung gaben. Damals waren alle Karten binnen einer Viertelstunden vergeben. Pro Person werden auch für Michael Mittermeier wieder maximal vier Karten ausgegeben.

Dass beim Kartenvorverkauf für das Mittermeier-Heimspiel in Dorfen mit einem ganz enormen Andrang von Mittermeier-Fans zur rechnen ist, dürfte klar sein. Beim Vorverkauf im Oktober vergangenen Jahres für Auftritte der ebenfalls aus dem Landkreis stammenden Kabarettistin Monika Gruber in Erding, standen ihre Fans schon in den frühen Morgenstunden vor der Erdinger Stadthalle Schlange. Wobei Monika Gruber am 26. und 27. Januar in der Stadthalle zwei Auftritte vor jeweils etwa 800 Zuschauer geben wird.

Das überraschend angesetzte Gastspiel von Michael Mittermeier in Dorfen lockt jedoch auch deshalb besonders, da er hier sein neues Solo-Programm noch weit vor dem offiziellen Tourneestart vorstellen wird. Dorfen ist seine dritte "Trainingslager"-Station. Zuvor wird er nur im Münchner "Vereinsheim" und im Würzburger "Bockshorn" die Gags seines neuen Programms vor Publikum auf ihre Wirksamkeit hin ausprobieren. Nach einem halben Dutzend echter Vorpremieren im April und Mai in Bonn, München und Berlin beginnt seine "Blackout"-Tournee 2013 durch Deutschland und Österreich mit 29 und zum Teil bereits ausverkauften Auftritten in großen Hallen dann offiziell am 13. Mai in Kempten.

Laut Ankündigung will Michael Mittermeier, der zuletzt nur in Clubs und bei Comedy Festivals in den USA, Kanada, Großbritannien und Südafrika live zu sehen war, in seinem neuen Programm seinem Publikum das Weltgeschehen in finsteren Zeiten durchleuchten. Der Pressetext zum neuen Programm "Blackout" erhellt dabei nicht wirklich, was seine Zuschauer explizit erwartet. In der mittlerweile bei Ankündigungen für Komiker-Shows üblichen und wohl absichtlich undurchschaubaren Art und Weise heißt es unter anderem, Mittermeier "stellt sich der dunklen Seite der Macht" und gehe als "bayerischer Dark Knight dahin, wo es wehtut." Als "hyperaktiver Globalisierungsbefürworter" habe er bei seinen Reisen und Aufenthalten in der ganzen Welt "skurrile Situationen, absurde Begegnungen, urkomische Momente und vogelwilde Beobachtungen" aufgeschnappt, ob auf Erotikmessen, in Schottenpubs, im Buckingham Palace oder auf dem Münchner Oktoberfest. Aus all dem habe er nun "Verbalsprengstoff feinster Qualität" gefertigt, den er vor Publikum zünden wolle.