Branche boomt Beachtliche Entwicklung

Tourismusverband tagt in der Stadthalle

Der Tourismus boomt und wird für die heimische Wirtschaft immer wichtiger. Das spürt auch OB Max Gotz (CSU) und verwies bei der Mitgliederversammlung des Vereins Tourismus Oberbayern München e. V. (TOM) am vergangenen Dienstag in der Stadthalle auf das enorme Engagement, welches die Stadt Erding in diesem Bereich an den Tag legen würde. "Viele dürfte es überraschen, dass wir uns für den Tourismus in der Region so einsetzen", sagte Gotz. Dabei lobte der Oberbürgermeister vor allem die Arbeit von Günther Pech, der in Erding für das Stadtmarketing zuständig ist. Die Entwicklungen in Erding im Bereich Tourismus seien "beachtlich". Beachtlich sind auch die Übernachtungszahlen im Jahr 2017, welche die Stadt Erding bereits im März vorlegen konnte. Insgesamt wurden in dieser Zeit im Hotelgewerbe knapp 490 000 Übernachtungen registriert. Dass diese Zahl in diesem Jahr vermutlich noch einmal gesteigert wird, scheint sehr wahrscheinlich. Bereits im Januar 2018 konnte mit knapp 39 000 Übernachtungen ein Plus von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden.

Gotz verwies auf der Mitgliederversammlung des TOM in diesem Zusammenhang auch auf die gute Zusammenarbeit zwischen dem Verband und der Stadt. Diese lobte auch der Präsident des Verbandes, Robert Salzl: "Erding ist bereits von Anfang an dabei und unterstützt uns seit der Gründung im Jahr 2013." Dass die Stadt Erding nicht nur bei Touristen beliebt ist, zeigte sich im weiteren Verlauf der Rede von Salzl: "Ihr habt eine wunderschöne Altstadt und auch die Stimmung und das Lebensgefühl in Erding sind fantastisch", so der Präsident. "Hier lebt Oberbayern."

Im Fokus der Mitgliederversammlung stand neben der Verabschiedung des Präsidenten Salzl, der sich in den Ruhestand begibt, auch die Zukunft der Tourismusbranche. "Das Bedürfnis zu reisen ist riesengroß und birgt ein enormes Potenzial", betonte Salzl in seiner Rede. "Europa und auch Deutschland sind global gesehen sehr beliebt bei den Touristen." Dabei stellte der scheidende Präsident auch die Rolle von Bayern und allen voran Oberbayern in den Vordergrund: "Meine Zukunftsvision ist, dass ein Niederländer mit Oberbayern antwortet, wenn ich ihn Frage wo er am liebsten hinfährt." Auch seien die Digitalisierung, der Datenschutz aber auch neue Geschäftsmodelle wie Airbnb, die den klassischen Markt überlaufen, ernst zu nehmende Themen, auf die man in Zukunft "ein Auge werfen" sollte.

Im weiteren Verlauf wurde durch die Mitgliederversammlung der neue Präsident, Klaus Stöttner (CSU), einstimmig bestätigt. Der Landtagsabgeordnete will mitunter die Schlösser- und Seenverwaltung für sich gewinnen. "Dieses Zugpferd des Tourismus muss Teil unserer Organisation werden und sich zur Tourismuswirtschaft bekennen", sagte Stöttner.